Kiel: Nachfragen bringt meist nichts: Absagen nach Bewerbungen akzeptieren

Kiel: Nachfragen bringt meist nichts: Absagen nach Bewerbungen akzeptieren

Wenn man nach einer Bewerbung eine Absage erhalten hat, sollte man diese akzeptieren und nicht darauf reagieren.

„In unserer fast 20-jährigen Beratungspraxis haben wir es noch nie erlebt, dass abgelehnte Bewerber nach einer Absage dennoch eingestellt worden sind”, sagt der Karrierecoach Christian Püttjer, Geschäftsführer der Kieler Karriereakademie Püttjer & Schnierda. Es gilt also, die Zurückweisung zu schlucken, auch wenn einem die Begründungen unangemessen oder unzureichend erscheinen.

„Die Firmen werden sich hüten, die wahren Gründe für Absagen womöglich schriftlich zu nennen”, gibt Christian Püttjer zu bedenken. Wegen des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes müssten sie andernfalls mit Klagen rechnen. Und: „Wenn sehr viele Bewerbungen eingehen, ist eine eindeutige Begründung oft auch gar nicht möglich.”

Die wenig aussagekräftigen Begründungen machen es dem Bewerber oft schwer, aus der Erfahrung zu lernen und bei der nächsten Bewerbung etwas anders zu machen.

Ganz müsse man die Hoffnung, jemals in der Wunschfirma unterzukommen, nach einer Absage allerdings nicht aufgeben, so Püttjer: Etwa ein Jahr später sei eine erneute Bewerbung sinnvoll, idealerweise dann mit erweitertem Profil, etwa durch kaufmännische oder technische Fortbildungen, PC- oder Sprachkurse.

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