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Moderne Geldanlagen inklusive Aktien

Berlin : Moderne Geldanlagen inklusive Aktien

Auf der Suche nach einer renditestarken und zeitgemäßen Geldanlage spielen Aktien eine immer wichtiger werdende Rolle. Gerade in Zeiten von niedrigen Leitzinsen (aktuell 0% in Europa) setzen viele Anleger auf Sparpläne, die auf Aktien basieren. Wertsteigerungen sowie Dividendenzahlungen sorgen für im Vergleich attraktive Renditen.

Vor einigen Jahren war das Tagesgeldkonto noch eines der beliebtesten Anlageprodukte in Deutschland. Dies hat sich in den vergangenen Jahren jedoch deutlich gewandelt. Seitdem der Leitzins bei 0% liegt, haben die Banken die Zinsen für Tagesgeldkonten sowie für Festgeldkonten und viele andere Sparkonten deutlich gesenkt. Aktuell liegen die Tagesgeldzinsen bei etwa 0 bis 0,5% pro Jahr und damit so niedrig wie in den vergangenen zwanzig Jahren nicht mehr.

Es lohnt sich daher kaum, Geld in Tagesgeldprodukte oder ähnliche Anlageformen zu investieren. Zahlreiche Bänker und Finanzexperten raten dazu, in Aktien zu investieren und zwar gerne über einen längeren Zeitraum. Viele Papiere bieten hohe Renditechancen - zum einen durch eine Steigerung des Aktienkurses und zum anderen durch eine Rendite in Form einer regelmäßigen Dividende.

Besonders bei so genannten Blue Chips ist das Risiko de facto etwas kleiner, als wenn in z.B. Startups investiert wird, die sich noch auf dem Markt behaupten müssen. Häufig werden Aktien nicht direkt gekauft, sondern z.B. in Form eines Aktiensparplanes erworben. Der Aktiensparplan kann auf verschiedene Aktien gezeichnet werden, in welche dann regelmäßig Geld investiert wird.

Eine Liste sparplanfähiger Aktien, die durch die Redaktion des Fachportals Brokervergleich.de zusammengetragen wurde, hilft, einen Überblick darüber zu bekommen, welche Aktien geeignet sind und sich langfristig lohnen können. Anhand zweier Beispiele wird im Vergleich dargelegt, dass durch das Investment in einen Sparplan unter Umständen sogar bessere Renditen erzielt werden können, als wenn man sich für eine Einmalanlage in Aktien entscheidet.

Wie hoch muss die monatliche Sparrate sein?

Die Höhe der monatlichen Sparrate, die in den Aktiensparplan fließt, darf im Vorfeld definiert werden. Je nach Broker werden unterschiedliche Mindestsummen jeden Monat fällig. In der Regel werden Aktiensparpläne bereits ab einer Summe in Höhe von 25 Euro im Monat möglich gemacht. Natürlich können auch höhere Summen wie zum Beispiel 50 Euro je Monat in den Aktiensparplan fließen.

In den meisten Fällen zahlen die Anleger einmal im Monat in den Aktiensparplan beim Broker ein. Es besteht jedoch auch die Option, dass der Sparplan einmal im Quartal oder halbjährlich bzw. jährlich bespart wird. Dies führt unter dem Strich dazu, dass weniger häufig Geld eingespart werden muss.

Zu berücksichtigen ist, dass bei der Ausführung des Aktiensparplans in jedem Fall Gebühren fällig werden. Die Ordergebühren sind prozentual vom Kurswert abhängig. In der Praxis liegen sie bei ca. 1.50% oder leicht darüber. Bei einigen Brokern muss zusätzlich mit einer geringen fixen Gebühr je Order gerechnet werden.

Aktien als Anlage zunehmend beliebt

In Deutschland sind Aktien als Anlage zunehmend beliebt, wobei nach wie vor sehr häufig auf klassische Sparbücher gesetzt wird, auch wenn die Rendite hier sehr niedrig ist. Das liegt unter anderem daran, dass die Anleg er in Deutschland traditionell sehr risikoscheu sind und Aktien meist nur etwas für Trader sind, die starke Nerven haben und auch damit leben können, wenn ein Wert sich über einen gewissen Zeitraum negativ entwickelt.

Ob ein Aktiensparplan die richtige Geldanlage ist, ist in der Praxis auch davon abhängig, wie hoch das Anlagebudget ist. In vielen Fällen werden monatliche Summen in Höhe von 25 bis ca. 200 Euro angelegt, was jedoch auch von der persönlichen Risikobereitschaft abhängig ist.

(vo)