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Minikredite - alles Wissenswerte zusammengefasst​

Zwischen 50 und 1.500 Euro : Minikredite - alles Wissenswerte zusammengefasst

Ob ein defektes Haushaltsgerät, eine höhere Werkstattrechnung oder der Beitrag für die Klassenfahrt des Nachwuchses, finanzielle Engpässe können kurzfristig entstehen.

Ein sogenannter Minikredit kann die Lösung sein, doch sollten verschiedene Aspekte berücksichtigt werden. Wie es die Bezeichnung bereits erahnen lässt, handelt es sich bei einem Minikredit um ein Darlehen über einen geringeren Betrag. Kreditsummen zwischen 50 und 1.500 Euro sind für einen solchen Kleinkredit üblich. Dabei ist zu berücksichtigen, dass es sich im Hinblick auf die Zinsen um die günstigere Alternative zum Dispositionskredit handelt.

Diese Voraussetzungen sind zu erfüllen

Im Regelfall müssen nur drei Anforderungen erfüllt werden, um einen Minikredit in Anspruch nehmen zu können. Der Kreditnehmer muss volljährig sein und demnach das 18. Lebensjahr vollendet haben. Sowohl der Wohnsitz als auch das Bankkonto müssen in Deutschland verortet sein. Darüber hinaus wird von den Kreditinstituten eine ausreichende Bonität vorausgesetzt.

Zwar sind die Banken zu einer Bonitätsprüfung verpflichtet, doch sind negative Schufa-Einträge keine unüberwindbare Hürde. Viele Banken setzen bei einem Minikredit kundenfreundliche Maßstäbe an, die sich nicht so streng an den Ergebnissen der Bonitätsprüfung orientieren.

Die meisten Banken setzen einen Einkommensnachweis voraus. Teilweise reichen monatliche Einkünfte von 500 Euro pro Monat aus, um die jeweiligen Anforderungen zu erfüllen. Allerdings gibt es auch Kreditinstitute, die keine bestimmte Einkommenshöhe verlangen.

Bei einem Minikredit erfolgt die Auszahlung binnen 1 bis 12 Tagen. Die Kreditlaufzeit liegt im Regelfall zwischen 15 und 62 Tagen.

Der Ablauf bei einem Online-Minikredit

Durchaus können Minikredite auch bei der Hausbank in Anspruch genommen werden, doch sind Online-Kredite häufig mit besseren Konditionen verbunden. Das Verfahren ist unkompliziert und mit einem geringen Zeitaufwand verbunden.
Grundsätzlich sollte ein Vergleichsportal mit Kreditrechner genutzt werden, um die gewünschten Leistungen zu einem möglichst niedrigen Zinssatz zu erhalten.

Dabei reicht häufig die Angabe der Kreditsumme und der Laufzeit bereits aus. Nach der Anbieterauswahl ist ein Online-Antrag auszufüllen, der zusammen mit einem gültigen Ausweisdokument und weiteren Unterlagen digital einzureichen ist.

Der Annahme durch die Bank folgt der Abschluss des eigentlichen Kreditvertrages. Sobald eine Expressauszahlung gewählt und vereinbart wurde, erfolgt die Auszahlung baldmöglichst und meistens innerhalb von 24 Stunden.

Auf diese Aspekte sollte beim Vergleich geachtet werden

Bei dem Minikredit-Vergleich sollte unbedingt auf die Seriosität des Anbieters geachtet werden. Wenn Vorkosten oder hohe Bearbeitungskosten verlangt werden, sollte von dem Angebot sicherheitshalber Abstand genommen werden.

Eine wichtige Rolle spielt der effektive Jahreszins, der ein objektives Vergleichen von Kreditangeboten ermöglicht. Der Effektivzins bildet die gesamten Kosten ab, die mit der Inanspruchnahme des Minikredits einhergehen. Zu den preisbestimmenden Faktoren zählen der Sollzinssatz, die Dauer der Zinsfestschreibung, die Höhe des Darlehens und die monatliche Rate. Lediglich die Gebühren für Sondertilgungen, Kontoführungsgebühren sowie die Kosten für eine Restschuld- und Kreditversicherung werden bei der Berechnung des Effektivzinses nicht berücksichtigt.

Während der effektive Jahreszins einen Gesamtüberblick verschafft, werden bei dem Sollzinssatz, der auch als Nominalzins bezeichnet wird, keine Nebenkosten einkalkuliert. Bei einem Kreditvergleich sollte daher dem Effektivzins die höhere Aufmerksamkeit geschenkt werden.

Der Unterschied kann mit folgendem Sinnbild einfacher eingeprägt werden: Der Sollzinssatz kann mit der Kaltmiete gleichgesetzt werden, der effektive Jahreszins entspricht der Warmmiete, einschließlich aller Nebenkosten.