Köln: Laute Schritte: Gute Dämmung schluckt 25 Dezibel

Köln: Laute Schritte: Gute Dämmung schluckt 25 Dezibel

Bewohner von Altbauwohnungen leiden häufig unter dem Trittschall der darüberliegenden Wohnung. Das trifft oft auf Böden aus Dielen, Parkett oder Laminat zu.

Die einzige Möglichkeit, den Lärm durch Absatzschuhe und stampfende Schritte zu verringern, ist eine Trittschalldämmung, erläutert Michael Pommer, Trainer der DIY-Academy in Köln. Dafür wird der alte Bodenbelag entfernt und die Dämmung direkt auf den Estrich aufgetragen.

Eine gute Dämmung schluckt nach unten etwa 20 bis 25 Dezibel des Schalls. In den Raum verringert sie den Schall um 10 bis 12 Dezibel. Darauf sollten Verbraucher beim Kauf achten, rät Pommer. Beim Auftragen sollten außerdem ein bis zwei Zentimeter zu den Wänden frei bleiben - eine sogenannte Dehnungsfuge -, damit das Material beim Ausdehnen nicht anstößt und so wieder den Schall überträgt.

Eine Trittschalldämmung gibt es aus Styropor, als Mattenschaum oder aus einem Material aus Zellstoff und Holzspänen. Letztere Variante ist laut Pommer zu empfehlen, da sie den besten Dämmwert erreicht. Außerdem ist das Material belastbarer - selbst das Gewicht eines Klaviers reduziert die Dämmleistung nicht.

Hochwertige Ware lasse sich daran erkennen, dass sich das Material kaum zusammendrücken lässt. Je weniger es nachgibt, desto besser ist die Schalldämmung. Die Dämmung gibt es im Baumarkt als Mattenware in den Maßen 50 mal 50 Zentimeter oder als Rollenware von etwa einem Meter Breite. Die Mattenware kann problemlos verlegt werden, das Material von der Rolle muss dagegen verklebt werden.

Daher eignet sich die Mattenware vor allem für Mieter, die auf eigne Faust eine Trittschalldämmung einbauen wollen. So ist der Boden beim Auszug leichter zu entfernen, falls der Vermieter das verlangen sollte. Bei solchen Baumaßnahmen sollte der Hauseigentümer aber besser immer vorher informiert werden.

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