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Berlin: Kosten für Winterdienst von der Steuer absetzen

Berlin : Kosten für Winterdienst von der Steuer absetzen

Grundstückseigentümer können die Ausgaben für den Winterdienst steuerlich geltend machen. Darauf macht der Eigentümerverband Haus & Grund aufmerksam. Dabei können auch Räumarbeiten auf öffentlichen Gehwegen als haushaltsnahe Dienstleistungen gelten, entschied das Finanzgericht Berlin-Brandenburg (Az.:13K13287/10).

Das ist vor allem dann der Fall, wenn Besitzer verpflichtet sind, die öffentlichen Wege zu räumen. Die Entscheidung ist noch nicht rechtskräftig. Der Bundesfinanzhof muss sich mit dem Thema befassen (Az.: VIR55/12).

In dem verhandelten Fall hatte ein Hauseigentümer die Kosten für die Schneebeseitigung auf dem Gehweg als haushaltsnahe Dienstleistung geltend gemacht. Das Finanzamt erkannte die knapp 150 Euro nicht an: Die Arbeiten seien nicht auf dem Grundstück ausgeführt worden, sondern auf öffentlichem Gelände, weshalb kein Steuerabzug geltend gemacht werden könne. Der Eigentümer erhob aber erfolgreich Klage.

Nach Angaben von Haus & Grund reagierte inzwischen das Bundesfinanzministerium auf die Entscheidung. Danach müssen Dienstleistungen, die sowohl auf privatem als auch auf öffentlichem Gelände erbracht werden, aufgeteilt werden.

Hauseigentümer sollten dennoch die Gesamtkosten für den Winterdienst in der Steuererklärung geltend machen, empfiehlt der Verband. Sofern die Finanzämter die Aufwendungen für die Gehweg-Schneeräumung dann aufteilen und nur teilweise anerkennen, kann unter Hinweis auf das anhängige Verfahren beim BFH Einspruch eingelegt und das Ruhen des Verfahrens beantragt werden, bis eine Entscheidung gefällt wurde.

(dpa)