Köln: Kein Ehegattensplitting mit Frau im Wachkoma bei neuer Beziehung

Köln: Kein Ehegattensplitting mit Frau im Wachkoma bei neuer Beziehung

Lebt ein Mann mit einer neuen Partnerin zusammen und hat mit ihr ein Kind, kann er sich nicht mit seiner im Wachkoma liegenden Ehefrau steuerlich gemeinsam veranlagen lassen.

So entschied das Finanzgericht Köln in einem Fall, in dem der Mann genau das beantragt hatte (Aktenzeichen: 10 K 4736/07).

Der Mann hatte erklärt, dass die Mutter seines Kindes lediglich eine Hausangestellte sei - was die Richter allerdings nicht glaubten. Sie gingen davon aus, dass mit der „Hausangestellten” eine Lebens- und Wirtschaftsgemeinschaft begründet wurde, so dass mit der im Koma liegenden Ehefrau eine solche Gemeinschaft nicht mehr angenommen werden kann. Damit ist aber auch keine steuerliche Zusammenveranlagung mehr möglich.