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Stuttgart: Investieren wie die Weltmeister: Geldanlage breit streuen

Stuttgart : Investieren wie die Weltmeister: Geldanlage breit streuen

Deutschland ist Fußball-Weltmeister. „Als Anleger können Sie sich von der WM inspirieren lassen”, erklärt Niels Nauhauser von der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg in Stuttgart. Wichtig dabei: „Setzen Sie nicht nur auf den Sieger, also auf Aktien aus Deutschland, sondern verteilen Sie ihr Geld auch auf die anderen Länder.”

Während beim Fußball nur eine Mannschaft gewinnen kann, ist es für die Geldanlage am besten, das Geld in möglichst viele Aktien unterschiedlichster Nationen zu investieren. Wer sich etwa in den Ländern der Halbfinal-Teilnehmer umschaut, findet in Argentinien einen großen Telekommunikationskonzern, in Brasilien und den Niederlanden jeweils große Mineralölkonzerne und in Deutschland Automobilunternehmen, die weltweit ihre Produkte verkaufen.

Während Deutschland und die Niederlande zu den alteingesessenen Industrienationen gezählt werden, rechnet man Brasilien eher zu den Schwellenländern mit großen Wachstumschancen. Und selbst in dem wegen ausufernder Staatsverschuldung angeschlagenen Argentinien gebe es Chancen für Anleger.

„Politische Risiken und wirtschaftliche Schwierigkeiten sind in den Aktienmärkten laufend eingepreist”, erklärt Nauhauser. Wer sein Vermögen breit streue, senke das Risiko großer Verluste aufgrund einer einzigen Schieflage, die für die Zukunft ohnehin niemand vorhersehen könne.

Je mehr unterschiedliche Titel das Depot enthält, desto geringer ist das Gesamtrisiko. Eine Alternative zur Anlage in einzelne Aktien sind börsengehandelte Indexfonds. Diese ETFs sind kostengünstig und enthalten genau die Aktien, die in einem bestimmten Aktienindex enthalten sind. So können Anleger ganz einfach nicht nur in den deutschen Dax, sondern auch in die Länder aus Nord- und Südamerika sowie Asien und Afrika investieren.

Die Wertentwicklung orientiert sich an Aktienindizes, welche die Entwicklung der Börsen mehrerer Länder zusammenfassend abbilden. „So investieren übrigens auch die Weltmeister, also etwa die großen Stiftungsvermögen amerikanischer Eliteuniversitäten oder von politischen Interessen unabhängige Staatsfonds”, sagt Nauhauser.

(dpa)