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Berlin: Individuelle Sparziele festlegen

Berlin : Individuelle Sparziele festlegen

Wer eine größere Summe Geld anlegen oder regelmäßig sparen möchte, sollte vorher seine persönlichen Lebensumstände unter die Lupe nehmen. Denn eine Anlageform, die für jeden richtig ist, gibt es nicht. Die Anlageentscheidung hängt von vielen individuellen Faktoren ab wie Alter, Einkommens- und Vermögensverhältnisse, Sparziele und Risikobereitschaft.

Der Bundesverband deutscher Banken rät Anlegern, sich etwas Zeit für die persönliche Vorsorge und Vermögensbildung zu nehmen und die Anlageentscheidung gut vorzubereiten.

Zuerst sollten Anleger sich eine Liste ihrer Sparziele zusammenstellen. Daraus ist ersichtlich, ob das Geld kurz- oder längerfristig angelegt werden muss. Wer lediglich für die nächste Urlaubsreise sparen will, nutzt andere Finanzprodukte als ein Kunde, der über Jahre für sein Alter vorsorgt.

Grundsätzlich gilt: Je größer das Vermögen und je unterschiedlicher die Anlageziele sind, umso breiter sollte das Kapital gestreut werden. Dabei sollte darauf geachtet werden, dass ein bestimmter Teil des angelegten Vermögens jederzeit wieder in Bargeld umgewandelt werden kann, wenn es gebraucht wird.

Anleger sollten deshalb bei längerfristigen Anlagen die Fälligkeitstermine so legen, dass regelmäßig ein Teil des Geldes wieder „flüssig” wird. Auch ein Investment in Aktien und Fonds ist empfehlenswert, denn sie sind besonders liquide, lassen sich also leicht verkaufen.

Wichtig ist, genau zu überlegen, welcher Betrag überhaupt angelegt oder monatlich gespart werden soll. Dazu empfiehlt sich ein persönlicher Kassensturz, bei dem alle Einnahmen und das Vermögen den Ausgaben gegenübergestellt werden. Steht unterm Strich eine schwarze Zahl, kann über eine Geldanlage nachgedacht werden.

Sparer, die wenige Rücklagen haben, sollten möglichst sichere Anlageformen wählen, rät der Bankenverband. Nur wer größere Ersparnisse hat, kann auch risikoreichere Anlagen in sein Portfolio aufnehmen. Durch die Mischung verschiedener Produkte reduziert sich dabei das Gesamtrisiko.

Für welche Anlageform sich Sparer am Ende entscheiden, hängt wesentlich vom zu erwartenden Gewinn ab. Ertragsquellen von Geldanlagen sind Zinsen, Dividenden, Kursgewinne bei Wertpapieren und Fonds sowie Wertzuwächse, etwa bei Lebensversicherungen, Grundstücken oder Edelmetallen. Die verschiedenen Anlageformen bringen sehr unterschiedliche Renditen. Anleger sollten immer bedenken, dass besonders hohe Gewinne in der Regel auch an große Risiken geknüpft sind.

Eines der wichtigsten Anlagerisiken ist das Kursänderungsrisiko, also die Gefahr, dass Aktienkurse sinken. Das Zinsänderungsrisiko kann bereits ausgegebene festverzinsliche Wertpapiere unattraktiver machen. Denn bei steigenden Zinsen werden die neu ausgegebenen Wertpapiere mit den höheren Zinserträgen stärker nachgefragt als die älteren Papiere mit dem niedrigeren Zinssatz.

Bei Anlagen in fremder Währung ist das Wechselkurs- und Währungsrisiko zu beachten. Verliert die Anlagewährung im Vergleich zur eigenen Währung an Wert, treten Kursverluste auf.