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Stuttgart: Immobilienfonds: Risiken streuen und vom Bauboom profitieren

Stuttgart : Immobilienfonds: Risiken streuen und vom Bauboom profitieren

Mit Immobilienfonds können Anleger sich an der Entwicklung der Immobilienmärkte beteiligen - ohne dabei ein allzu hohes Risiko einzugehen. Der Vorteil im Vergleich zu einer Direktanlage in einzelne Objekte: Die Anleger verteilen ihr Geld auf mehrere Standorte und Gebäude.

„Das ist sicherer als eine Investition in ein einzelnes Objekt”, sagt Niels Nauhauser von der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg. Grundsätzlich sollten Anleger Immobilienfonds über die Börse handeln. Dann sei der Kauf günstiger, weil der Ausgabeaufschlag entfällt.

Derzeit boomt die Baubranche vielerorts, was in erster Linie mehr Geschäft für Architekten, Handwerker und Bauträger bedeutet. Für die Rendite-Chancen der Immobilienfonds ist die steigende Nachfrage grundsätzlich auch gut. Allerdings gilt hier: Gewinne sind von der Wertsteigerung der Objekte und von den erzielbaren Mieten abhängig. Fallende Mieten oder sinkende Immobilienpreise sind für die Anleger ein Risiko. Theoretisch können sie auch einen Totalverlust machen, wenn die Immobilien zum Teil mit Krediten finanziert wurden. Dennoch: „Immobilienfonds können auch für Anleger geeignet sein, die für das Alter sparen wollen”, sagt Nauhauser. Vorausgesetzt: Sie mischen nur einen geringen Teil ihrem Depot bei.

Aufgrund der immer weiter sinkenden Zinsen war zwischenzeitlich der Zufluss neuer Gelder sehr groß. Mit der Folge, dass einzelne Immobilienfonds in diesem Jahr die Annahme weiterer Gelder von Anlegern gestoppt haben - ein Kauf von Anteilen von der Fondsgesellschaft ist dann nicht mehr möglich. „Anleger können dann ihr Geld zwar abziehen, aber neue Fondsanteile ausschließlich über die Börse kaufen”, erklärt der Finanzexperte. Die Mindestanlagedauer für Immobilienfonds liegt laut Gesetzgeber bei 24 Monaten. Auch Nauhauser rät, Anleger sollten sie mindestens fünf Jahre halten. Denn sie seien grundsätzlich für lange Anlagezeiträume gedacht.

(dpa)