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Frankfurt/Main: Heizen: Mehr als 20 Grad müssen möglich sein

Frankfurt/Main : Heizen: Mehr als 20 Grad müssen möglich sein

Mieter müssen mit dem Aufdrehen der Heizung im Herbst für 20 bis 22 Grad in der Wohnung sorgen können. Vermieter seien verpflichtet, die zentrale Heizungsanlage entsprechend einzustellen.

Darauf weist der Mieterschutzverein in Frankfurt hin. Diese Werte gelten in der Heizperiode. Sie ist nicht gesetzlich festgelegt, maßgeblich sei der jeweilige Mietvertrag. Meist sei aber der Zeitraum vom 1. Oktober bis 30. April vereinbart.

Vertragsklauseln, denen zufolge etwa 18 Grad zwischen 8 und 21 Uhr ausreichen sollen, seien unwirksam. Wenn die Mindesttemperatur von 20 bis 22 Grad nicht erreicht wird, ist das ein Wohnungsmangel, fügen die Mietrechtsexperten hinzu. Vermieter müssten einen solchen Mangel beheben. Solange das nicht geschieht, können Mieter die Miete mindern.

Bei einem kompletten Heizungsausfall bei Minusgraden kommen bis zu 100 Prozent Minderung infrage. Ein „Temperaturprotokoll” könne bei der Beweisführung helfen.