Aachen: Hausratversicherung: Immer schön bei einer Geschichte bleiben

Aachen: Hausratversicherung: Immer schön bei einer Geschichte bleiben

Wer bei seiner Versicherung einen Raub im Rahmen der Außenversicherung bei der Hausratversicherung geltend machen will, der muss zumindest eine stimmige Geschichte erzählen. Das geht aus einem Urteil des Landgerichts Aachen (AZ: 9 O 262/07) hervor.

In dem Fall hatte ein Ehepaar mit Zeugen gegenüber der Versicherung angegeben, dass es Opfer eines Raubüberfalls auf einem Parkplatz in Spanien geworden war.

Das Problem: Gegenüber der Polizei und im ersten Schreiben des Anwaltes an die Versicherung war von Gewaltanwendung keine Rede. Erst später hatten die Eheleute Details nachgeschoben, die aus dem nicht versicherten Diebstahl einen versicherten Raub gemacht hatten.

Deshalb mochten die Richter der späteren Version der Eheleute auch keinen Glauben schenken. Zwar waren die Richter schon der Meinung, dass es bei der Polizei in Spanien vielleicht noch ein Kommunikationsproblem mit den Beamten gegeben hatte. Warum der Anwalt beim ersten Schreiben jedoch nicht auf den Raub hingewiesen hatte, konnte den Richtern niemand überzeugend darlegen, so dass die Versicherung nicht zahlen musste.

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