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Biallos Ratgeber: Girokonten für Studenten sind oft kostenfrei

Biallos Ratgeber : Girokonten für Studenten sind oft kostenfrei

Banken und Sparkassen buhlen um Studenten mit Girokonten, die fast nichts kosten. Doch nicht alle sind gleich gut.

Im vergangenen Jahr haben 550 von insgesamt knapp 1300 Banken und Sparkassen die Preise ihrer Girokonten angehoben. Im ersten Halbjahr dieses Jahres waren es weitere 497. Nur an ein Kontomodell haben sich die Banker nicht herangetraut: die Girokonten für Studenten. Die sind weiterhin fast immer gebührenfrei.

Anders ist das bei der Hamburger Sparkasse, die monatlich 3,50 Euro in Rechnung stellt. Die Baden-Württembergische Bank nimmt 1,90 Euro und die in Aachen 3,50 Euro pro Monat. Den höchsten Monatspreis verlangt die Sparkasse Mainfranken in Würzburg mit sechs Euro für das Giro Young Premium. Ob Direktbank, überregionale Filialbank oder Bank beziehungsweise Sparkasse vor Ort: Die wichtigsten Funktionen kosten Studenten nichts. Es fällt keine monatliche Pauschalgebühr an, Girocard und Onlinebanking sind gratis. Meist kosten selbst beleghafte Überweisungen nichts. Wahrscheinlich auch deshalb, weil Jüngere ihre Bankgeschäfte ohnehin übers Internet erledigen.

Unterschiedliche Altersgrenzen

Bei der Stadtsparkasse München gibt es das Privatgirokonto für junge Leute bis zum 25. Geburtstag. Großzügiger sind Berliner und Mainzer Volksbank mit 30 Jahren. Die Sparkasse in Mainz hat auch dieses Höchstalter festgelegt. Ob eine Bank oder Sparkasse einen jungen Menschen beim Überschreiten dieser Grenze so einfach ziehen lässt, darf man jedoch bezweifeln. Direktbanken wie DKB, Comdirect oder Consorsbank kennen solche Altersgrenzen nicht, da ihre Onlinekonten ohnehin für alle gebührenfrei sind.

Nur bei der ING gibt es eine Grenze: Solange man unter 28 Jahre alt ist, kostet das Girokonto nichts – danach muss man mindestens 700 Euro Geldeingang für die Gebührenfreiheit haben. Wenn nicht, fallen 4,90 Euro im Monat an. Diese vier Direktbanken bieten allen Kunden Apple Pay und Google Pay an.

Bargeld-Abhebungen im Ausland

Viele Banken und Sparkassen vor Ort verlieren junge Kunden an Direktbanken, wenn diese ein Auslandssemester einlegen oder oft ins Ausland reisen. Die Kasseler Sparkasse beispielsweise ist ganz typisch. Sie nimmt sechs Euro für Bargeld-Abhebungen im Ausland. Bei einem oder zwei Semestern in Europa oder Übersee kann da eine hübsche Summe zusammenkommen.

Anders bei ING, DKB oder Consorsbank. Diese Internetbanken bieten über ihre Kreditkarten eine kostenlose Bargeld-Versorgung in der Eurozone oder sogar weltweit an. Einige clevere Banker vor Ort reagieren darauf, indem sie den Studenten eine goldene Kreditkarte kostenlos oder zum günstigen Preis anbieten, die ebenfalls diese kostenlose Bargeld-Versorgung beinhaltet. Darüber hinaus enthalten die Karten sogar noch einen Krankenschutz im Ausland und eine Reiserücktrittskosten-Police.

Null Euro dafür nehmen Sparkasse Mainfranken, Mittelbrandenburgische Sparkasse, Berliner Volksbank und Volksbank Rhein Ahr Eifel. Günstig ist diese attraktive Karte auch bei der VR-Bank München Land mit 60 und der Sparkasse Hannover mit jährlich 42 Euro.

Hier finden Abonnenten unserer Zeitung die ausführliche Langfassung des Biallo-Ratgebers.