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Berlin: Gesundheitsausgaben können Steuerlast mindern

Berlin : Gesundheitsausgaben können Steuerlast mindern

Kosten für Zahnersatz oder Brillen können ab einem bestimmten Betrag die Steuerlast mindern. Wer die Grenze überschreiten kann, indem er bis zum Jahresende noch Ausgaben tätigt, sollte das tun.

Dazu rät der der Bund der Steuerzahler in Berlin. Hintergrund ist, dass Gesundheitsausgaben - dazu zählen auch Zuzahlungen zu Rezepten oder die Praxisgebühr - als außergewöhnliche Belastungen eingestuft sind. Sie können daher in der Einkommensteuererklärung geltend gemacht werden.

Die Ausgaben wirken sich aber erst dann günstig für den Steuerzahler aus, wenn sie die sogenannte zumutbare Eigenbelastung überschreiten. Diese ist unterschiedlich hoch und richtet sich nach der Höhe des Einkommens, dem Familienstand und der Zahl der Kinder: Bei einer Familie mit drei Kindern und einem Jahreseinkommen von 40.000 Euro wird der zumutbare Eigenanteil beispielsweise bei 400 Euro überschritten. Kosten, die diesen Grenzbetrag übersteigen, werden dann steuermindernd berücksichtigt.

Wer dieses Jahr die Belastungsgrenze nicht mehr erreicht, verschiebt solche Anschaffungen besser ins nächste Jahr. Möglicherweise überschreitet er dann die zumutbare Eigenbelastung. Um dem Finanzamt den Nachweis für die Ausgaben erbringen zu können, müssen alle Belege sorgfältig gesammelt werden.