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Berlin: Gegen den TAN-Klau: Online-Banking absichern

Berlin : Gegen den TAN-Klau: Online-Banking absichern

Online-Kriminelle arbeiten immer raffinierter. Die neueste Masche: Ein Rechner wird ausspioniert, um mit den erbeuteten Daten und Infos eine neue oder zweite SIM-Karte beim Provider des PC-Besitzers zu bestellen. Darüber kommen die Betrüger dann an mTANs und holen sich per Überweisung Geld vom Konto des Opfers.

„Es ist aber auf keinen Fall so, dass man vom mTAN-Verfahren abraten muss, nur weil es diese Fälle gibt”, sagt Harald Schmidt, Geschäftsführer der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes. „Wenn man die Sicherheitstipps konsequent beherzigt, sind mTANs schon ein sicheres Verfahren.”

Nutzer sollten ihren Rechner aber unbedingt absichern. Denn um einen PC ausspionieren zu können, müssen Betrüger Schadsoftware aufs System bringen. Davor schützt man sich mit aktueller Virenscanner- und Firewall-Software sowie einem Betriebssystem und Programmen, die ebenfalls auf dem neuesten Stand sind, rät Kriminaloberrat Schmidt. „Hundertprozentige Sicherheit gibt es aber nicht.”

Eine Alternative zu mTANs sind TAN-Generatoren und sogenannte HBCI-Signaturkarten. TAN-Generatoren sind kleine Karten oder Anhänger mit Display, die die für die Transaktionen notwendigen Codes vor Ort direkt erzeugen. Wie auch bei mTANs ist jede per Generator erzeugte TAN nur für kurze Zeit und nur für eine spezifische Transaktion gültig. Doch auch mit Generatoren muss man sich konsequent vor Rechner-Attacken und Phishing schützen, warnt Schmidt. Hierbei habe es ebenfalls schon Betrugsfälle gegeben: „Wenn Sie an einem infizierten Rechner sitzen, haben Sie ein Risiko.”

Einzig die Absicherung des Online-Bankings mit dem Verfahren HBCI (Homebanking Computer Interface) per Signaturkarte und Lesegerät scheint vor Angriffen gefeit. „Bei HBCI sind mir keine Fälle bekannt”, sagt der Kriminaloberrat.

(dpa)