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Düsseldorf/Berlin: Gebühr für Girokonto zurückfordern

Düsseldorf/Berlin : Gebühr für Girokonto zurückfordern

Viele Bankkunden zahlen für ihr Girokonto eine Grundgebühr. Wer in den vergangenen Tagen Probleme beim Abheben von Bargeld hatte, sollte diese zumindest anteilig zurückfordern, raten Verbraucherschützer.

Eine rechtliche Handhabe gebe es dafür in der Regel nicht. „Wir fordern aber: Es sollte dazu Kulanzregelungen geben”, sagte Klaus Müller, Vorstand der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf, dem dpa-Themendienst.

Die Verbraucherschützer hätten sich die Vertragswerke angesehen. „Und in der Regel haben die Banken das Risiko auf die Kunden abgewälzt. Da steht dann sinngemäß: Bei technischem Versagen haftet die Bank nicht.” Ein einklagbares Recht auf Erstattung von Gebühren oder einem Mehraufwand durch den Ausfall der Karte gebe es daher nicht, erklärte Müller.

Auch Manfred Westphal vom Verbraucherzentrale Bundesverband sagte, dass Ansprüche von Kunden in den Fällen der vergangenen Tage „juristisch schwer fassbar” seien. Es sei schließlich grundsätzlich möglich gewesen, mit der Karte an Bargeld zu kommen - etwa durch den Besuch einer Filiale zu den Öffnungszeiten.

Müller rät dennoch, bei der Bank vorstellig zu werden. „Auch wenn durch das Abheben am Automaten eines fremden Instituts Kosten entstanden sind, würde ich fragen, ob ich das wiederbekomme.” Müller verwies auf die Kulanzregelungen, die nach dem Austausch tausender Kreditkarten vor einigen Wochen von den Banken getroffen wurden. Damals hätten die Anbieter von sich aus die Haftung für mögliche Schäden übernommen.