Köln: Früher buchen: Weniger Mietwagen am Mittelmeer

Köln: Früher buchen: Weniger Mietwagen am Mittelmeer

Mittelmeerurlauber sollten Mietwagen-Buchungen in diesem Sommer möglichst frühzeitig in Angriff nehmen. Ausgelöst durch die Krise in der Autoindustrie werde es in einigen beliebten Reiseregionen zu einem knapperen Leihwagenangebot als sonst kommen.

Das sagte Frieder Bechtel vom Preisvergleichsportal billiger-mietwagen.de aus Köln im Gespräch mit dem dpa-Themendienst: „Es sind deutlich weniger Autos da als in den Vorjahren.” Der Experte empfahl eine Buchung „mindestens sechs Wochen vor dem Reisetermin”. Dies biete zugleich eine Chance, kurzfristigen Preisanstiegen auszuweichen.

Bechtel wies darauf hin, dass es in Urlauberhochburgen wie Mallorca auch in der Vergangenheit regelmäßig vorgekommen ist, dass zum Beispiel zu Ostern und Ende Juli/Anfang August kaum noch ein Mietwagen zu haben war. Neu sei, dass der Zeitpunkt, von dem an die Preise steigen und es mit Mietwagen-Buchungen schwieriger wird, eher erreicht sein dürfte als sonst.

Dies habe Ostern bereits bewiesen: 2008 seien die Mietwagen-Preise auf Mallorca erst zehn Tage vor dem Fest angestiegen, und zwar um 31 Prozent. In diesem Jahr habe das Vergleichsportal ein Anziehen der Preise schon gut drei Wochen vor Ostern registriert. Am Ende habe das Plus gut 90 Prozent betragen.

Laut Bechtel gibt es neben Mallorca noch andere Reiseregionen, in denen die Mietwagen-Flotten in diesem Jahr etwas kleiner ausfallen als üblich. Dazu zählten Südfrankreich, Italien und Südspanien sowie die Inseln im westlichen Mittelmeer wie Sardinien und Korsika.

In Portugal sehe die Situation dagegen noch einigermaßen entspannt aus. Die größte Mietwagen-Nachfrage erwartet der Experte auf dem Höhepunkt der Sommerferien, in diesem Jahr vom 25. Juli bis 15. August.

Ursache der Entwicklung sei vor allem die Finanzkrise: „Ein Fahrzeugpark verursacht hohe Fixkosten, hier wollen die Vermieter ihre Risiken senken.” Außerdem stellten die Autohersteller wegen ihrer Absatzkrise den Vermietern weniger Fahrzeuge mit Rücknahmegarantie zur Verfügung als in den vergangenen Jahren.