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Bonn: Frostwächter ersetzt keine regelmäßige Kontrolle

Bonn : Frostwächter ersetzt keine regelmäßige Kontrolle

Wer gegen unliebsame Überraschungen durch eingefrorene Leitungen auch versicherungsrechtlich gut geschützt sein will, sollte nicht alleine auf eine moderne Heizungsanlage vertrauen, die über einen eingebauten Frostschutz - einen so genannten Frostwächter - verfügt. Das macht ein Fall deutlich, der vor dem Landgericht Bonn verhandelt wurde.

Dabei ging es um einen Hauseigentümer, der seine Heizung auf Frostschutz gestellt und daneben seine Tochter beauftragt hatte, gelegentlich nach dem Rechten zu schauen.

Tatsächlich aber gab es einen Wasserschaden durch eingefrorene Leitungen, den die Versicherung nicht bezahlen wollte, weil sie eine erhebliche Mitschuld des Versicherten sah. Und tatsächlich: Auch die Richter sahen das so.

Eine Kontrolle habe so häufig zu erfolgen, dass selbst nach einem Komplettausfall der Heizungsanlage nach der letzten Kontrolle das Einfrieren der wasserführenden Anlagen und Einrichtungen und das Eintreten eines Frostschadens auszuschließen sei, betonten die Juristen.

Mit einem kurzen Reinschauen ins Haus sei es nicht getan: Grundsätzlich müsse die beauftragte Person schon einen Blick auf die Heizungsanlage werfen, weil niemand bei einem kurzen Blick ins Haus feststellen könne, ob die Heizung zumindest frostsicher funktioniert (AZ: 10 O 203/06).