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Berlin: Finanzamt muss auch Umwege auf dem Weg zur Arbeit anerkennen

Berlin : Finanzamt muss auch Umwege auf dem Weg zur Arbeit anerkennen

Es muss nicht immer der kürzeste Weg sein: Das Finanzamt muss bei Fahrten zwischen der Wohnung und dem Arbeitsplatz auch Umwege anerkennen. Darauf weist der Bundesverband der Lohnsteuerhilfevereine (BDL) in Berlin hin. Die Voraussetzung: Arbeitnehmer sparen durch den Umweg mindestens 20 Minuten.

Neu ist dem BDL zufolge, dass das Finanzamt die längere Strecke auch anerkennen muss, wenn der Umweg verkehrsgünstiger ist. Das kann zum Beispiel der Fall sein, weil es auf der längeren Strecke weniger Ampeln gibt oder seltener Stau entsteht. Der Umweg gilt in diesem Fall zuverlässiger als der kürzeste Weg.

Arbeitnehmer sollten daher einen Blick auf ihren Steuerbescheid werfen, empfiehlt der Verband. Hat das Finanzamt die 20-Minuten-Regel angewendet und einen Umweg möglicherweise nicht anerkannt, sollten Betroffene Einspruch einlegen. Dazu haben sie in der Regel vier Wochen nach Ausstellung des Bescheides Zeit.

(dpa)