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Berlin: Etwas mehr Sicherheit für Kunden

Berlin : Etwas mehr Sicherheit für Kunden

Mit zweijähriger Verspätung hat der Bundestag die EU-Vermittlerrichtlinie in deutsches Recht umgesetzt. Das Gesetz für Versicherungsvermittler soll ab Juni 2007 gelten. Vermittler müssen dann laut einem Bericht der Stiftung Warentest die Beratung schriftlich festhalten.

So können falsch beratene Kunden leichter Schadenersatzansprüche durchsetzen. Wenn der Kunde schriftlich erklärt, auf die Dokumentation zu verzichten, ist der Vermittler von seiner Pflicht entbunden. Darauf sollten sich Kunden jedoch nicht einlassen, raten Verbraucherschützer.

Außerdem müssen Vertreter bei der Industrie- und Handelskammer (IHK) registriert sein. Aus dem Eintrag soll deutlich werden, ob der Vermittler nur für ein Unternehmen tätig ist oder Angebote verschiedener Gesellschaften verkauft.

Ein weiterer Punkt der Neuregelung ist die Pflicht, eine „Sachkundeprüfung” abzulegen. Allerdings gilt dies nur für die wenigsten Vermittler. Vermittler, die nur für ein Unternehmen arbeiten, sind von der Prüfung befreit. Zur Begründung heißt es, dass die Firma, für die sie tätig sind, „die Verantwortung für die angemessene Qualifikation dieser Vermittler” hat. Ob die Versicherer dieser Verantwortung nachgekommen sind, müssen nach einer Falschberatung dann die Gerichte entscheiden.