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ETF-Sparpläne: Sparen trotz kleinen Budgets

Mit ETF-Sparplänen : Sparen trotz kleinen Budgets

Über viele Jahrzehnte waren Anlagen an der Börse vor allem der oberen Schicht der Gesellschaft vorbehalten. Erst ab großen Summen bot sich überhaupt die Möglichkeit, an den Finanzmarkt zu treten. Mit dem Aufkommen der Direktbanken setzte in den letzten Jahren eine andere Entwicklung ein.

Inzwischen haben auch Kleinsparer dank sogenannter ETFs die Möglichkeit, bei guter Diversifikation zu investieren. Worauf bei diesem Prozess zu achten ist, das sehen wir uns hier in diesem Artikel an.

Rendite in Zeiten niedriger Zinsen

Durch den Einfluss der Coronakrise stieg die Sparrate der Deutschen zuletzt auf nicht geahnte Höchstwerte an. Während in den vergangenen Jahren etwa 9 Prozent des Einkommens in den Haushalten auf die Seite gelegt wurde, waren es im Jahr 2020 schon fast 20 Prozent. Das meiste Geld, das die Haushalte vor dem Konsum zurückhalten, bleibt jedoch einfach auf dem Sparbuch liegen. Nur wenige können sich dazu entschließen, die Möglichkeiten des Finanzmarkts für das Erwirtschaften einer Rendite in Anspruch zu nehmen.

Dies ist gerade deshalb problematisch, weil in der Zeit der niedrigen Zinsen keine Wertsteigerung mehr möglich ist. Stattdessen sorgt die schleichende Inflation für eine zunehmende Bewertung des nicht angelegten Kapitals. ETFs versprechen dank guter Diversifikation im Schnitt Renditen im mittleren einstelligen Bereich. Je nach Zeithorizont der Anlage bietet sich damit auch Kleinsparern die Möglichkeit, wirksam zu investieren.

Sparpläne schon ab 25 Euro

Eine weitere Hürde, die vielen Verbrauchern in den letzten Jahren im Wege stand, war der einmalige Kauf der Anteile. Nur bei wenigen Haushalten waren hohe vier- oder fünfstellige Beträge vorhanden, wie sie für eine Nutzen bringende Investition eigentlich vorausgesetzt werden müssen. ETFs, die über Sparpläne erworben werden können, versprechen die passende Alternative. Denn in diesem Fall lässt sich der einmalige hohe Betrag in handliche Beträge einteilen.

Wer sich die aktuellen ETFs ansieht, der findet dort viele Angebote schon ab 25 Euro pro Monat. Selbst für finanziell schlechter gestellte Haushalte, die sich ansonsten eine Investition am Finanzmarkt nicht leisten können, werden sie aus dem Grund zu einer sinnvollen Option.

Ein weiterer Vorteil im Vergleich zu aktiv gemanagten Fonds sind dabei die niedrigen Kosten. Da ein ETF die in ihm enthaltenen Werte lediglich abbildet, ist kein weiteres Zutun durch Manager erforderlich. Der finanzielle Vorteil, der sich daraus ergibt, kann zu großen Teilen bis an den Verbraucher weitergeleitet werden. Damit ist die Chance verbunden, die Rendite weiter zu erhöhen.

Der Zeithorizont ist entscheidend

Doch ab wann lohnt sich nun die Investition in einen ETF? Entscheidend ist vor allem die Frage, wie lange der verfügbare Betrag angelegt werden kann. Aufgrund der natürlichen Schwankungen der Börse ist es kurzfristig immer möglich, dass die erworbenen Anteile an Wert verlieren. Der Blick in die Geschichte stellt auf der anderen Seite aber deutlich unter Beweis, dass der langfristige Trend klar nach oben geht. Je länger das Geld also angelegt werden kann, desto geringer ist in der Folge auch das damit verbundene Risiko.

Aus diesem Grund ist es nur zu gut verständlich, warum immer mehr Menschen in Deutschland die Investition auch als Vorsorge für das Alter verstehen. Junge Generationen sind beispielsweise dazu in der Lage, den investierten Betrag über Jahrzehnte investiert zu lassen. Durch den Effekt des Zinseszinses, der über diese Periode erwartet werden kann, steigen die potenziellen Gewinne in der Folge immer weiter an.

Auch mit einem vergleichsweise geringen Betrag, der zunächst zur Verfügung steht, lässt sich auf diese Weise ein ansehnliches Vermögen aufbauen. Im Umkehrschluss bedeutet dies auch: je früher der erste Kauf in Erwägung gezogen wird, desto größer sind in der Folge noch die finanziellen Möglichkeiten. Belohnt werden also gerade Anleger mit einer kurzen Reaktionszeit.

(vo)