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Stuttgart: Einlagensicherung: Sicherheitsnetz für Sparer

Stuttgart : Einlagensicherung: Sicherheitsnetz für Sparer

Sparer legen übrige Mittel meist auf Sparbüchern, Tages- oder Festgeldkonten bei Banken an. Das ist sicherer als unter dem Kopfkissen und bringt im Idealfall auch noch ein wenig Rendite, wenngleich der Ertrag derzeit nahe Null liegt.

Doch was, wenn eine Bank in Schwierigkeiten gerät? „In diesen Fällen hat der Kunde einen Entschädigungsanspruch gegen die jeweilige Einlagensicherung”, erklärt Niels Nauhauser von der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg. In Deutschland haben die privaten Banken sowie die Sparkassen und die Volks- und Raiffeisenbanken jeweils eigene Einlagensicherungssysteme.

„Der gesetzliche Entschädigungsanspruch ist auf 100.000 Euro pro Kunde und Bank begrenzt”, sagt Nauhauser. Darüber hinaus gibt es freiwillige Zusagen der Institute, auch höhere Beträge zu entschädigen. Allerdings erhalten die Kunden hierüber keinen verbindlichen Anspruch, den sie gerichtlich geltend machen können. „Einlagensicherungen sollen Vertrauen schaffen”, erklärt Nauhauser. „Denn Sparer sollen sich darauf verlassen können, dass ihre Gelder sicher sind.” Die Grenze von 100.000 Euro gilt auch in anderen EU-Ländern, allerdings richtet sich der Entschädigungsanspruch der Verbraucher hier gegen die jeweiligen Sicherungssysteme im Ausland.

Wer auf Sicherheit bedacht ist, sollte nicht gedankenlos sein Vermögen bei ausländischen Banken anlegen. „Im Ernstfall muss ein Sparer aus Deutschland darum bangen, ob er für sein Vermögen auch tatsächlich eine Entschädigung bekommt”, sagt Nauhauser. Reicht das Geld der Sicherungstöpfe nicht aus, stellt sich die Frage, ob die Steuerzahler im Ausland auch bereit sind, deutsche Sparer zu entschädigen. „Wer Wert legt auf hohe Sicherheit, sollte auf die paar Zehntelprozentpunkte Zinsen verzichten und sein Geld bei Banken mit deutscher Einlagensicherung anlegen” rät Nauhauser.

(dpa)