Berlin: Einfache Tricks für eine clevere und sichere Geldanlage

Berlin: Einfache Tricks für eine clevere und sichere Geldanlage

Die Schuldenkrise macht auch vielen Privatanlegern Angst. Die Zinsen sind niedrig und gleichen oft kaum die Inflation aus, der Börse misstrauen viele, weil sie ein neuerliches Desaster befürchten.

Trotz der Unsicherheiten brauchen Anleger aber nicht auf eine gute Rendite verzichten. Sie müssen nur etwas dafür tun. Egal, ob es um Zinsen aufs Tagesgeld oder Kosten fürs Depot geht: Vergleich macht reich. „Ob es beim Tagesgeld 1,5 oder 2,5 Prozent Zinsen gibt, mag auf den ersten Blick nicht relevant sein. Aber schon bei 10.000 Euro Anlagesumme im Jahr macht der Unterschied 100 Euro aus, die man bei einem schlechten Anbieter verschenkt”, erklärt Horst Biallo vom Finanzportal biallo.de.

Noch deutlicher sind die Unterschiede bei der Depot-Bank. Sparer können Fondsanteile für 2.000 Euro zu einer Gebühr von knapp 20 Euro kaufen - oder aber auch 70 Euro dafür zahlen. Anleger sollten deshalb immer die Konditionen vergleichen, um kein Geld zu verschenken.

Geldanlage-Profis raten immer wieder, nicht das gesamte Ersparte auf ein Pferd zu setzen. Denn steckt beispielsweise alles in einem Aktienfonds, verliert der Sparer überproportional viel Geld, wenn dieser schlecht läuft. Verteilen Anleger das Geld dagegen auf fünf Fonds aus verschiedenen Branchen und Ländern, ist es unwahrscheinlich, dass alle gleichzeitig schwächeln.

Auch Sparer müssen die Gewinne aus ihren Kapitalgeschäften versteuern. Das sollte bei der Planung der Geldanlage berücksichtigt werden. „Für sämtliche Erträge, die mit Kapitalanlagen erzielt werden, wird eine Steuer von 25 Prozent erhoben - zuzüglich Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer. Damit ist die Steuerschuld grundsätzlich abgegolten”, erklärt Peter Kauth, Steuerexperte von steuerrat24.de.

Wer allerdings als Rentner oder Jugendlicher weniger als 25 Prozent Steuersatz hat, kann die Kapitalerträge auch zum tatsächlichen Steuersatz versteuern. Der kann sogar bei null liegen, wenn die Kapitalerträge zusammen mit anderen Einkünften unter dem Grundfreibetrag von 8.004 Euro im Jahr bleiben.

Geraten die Kurse von Wertpapieren ins Rutschen, laufen schnell hohe Verluste auf. Dagegen können sich Anleger aber schützen, etwa indem sie schon beim Kauf eine Stop-Loss-Marke setzen. Wird sie erreicht, werden die Papiere automatisch verkauft.

Kauft ein Anleger so beispielsweise Fondsanteile im Wert von je 50 Euro und setzt die Stop-Loss-Marke bei 42 Euro, werden die Papiere automatisch zum Verkauf freigegeben, wenn dieser Preis erreicht ist. Die Anteile werden dann in der Regel für einen Preis knapp unter 42 Euro verkauft und der Verlust ist begrenzt.

Laufen die Papiere dagegen gut, ziehen Sparer die Marke nach. Stehen also die einmal für 50 Euro gekauften Fonds jetzt bei 64 Euro, wird die Stop-Loss-Marke auf 55 Euro angehoben. Fallen die Anteile nun, werden sie bei 55 Euro verkauft und der Anleger hat zehn Prozent Gewinn sicher.

Immobilien gehören immer dazu

„Immobilien gehören zur Vermögensbildung dazu - an dieser Grundregel hat sich in den letzten 50 Jahren wenig geändert. Denn Immobilienbesitz ist wertbeständig, inflationssicher und bietet eine angemessene Wertentwicklung”, rät Horst Biallo. Denn steigt der Wert der Immobilie, gewinnt der Besitzer immer: Vermieter profitieren von steigenden Mieten, Selbstnutzer von der eingesparten Miete. Anleger sollten dabei aber immer nur in das investieren, was sie auch verstehen. Was sich nach einer Selbstverständlichkeit anhört, beherzigen viele Sparer aber nicht.

Die Rentabilität einer Immobilie zur Vermietung lässt sich beispielsweise nur unter Berücksichtigung aller Faktoren - von der Lage, den Anschaffungs- und Finanzierungskosten bis hin zur steuerlichen Betrachtung - bewerten. Haben Anleger in einem Punkt kein Fachwissen, brauchen sie Rat vom Experten. Ansonsten sollten sie die Finger vom Investment lassen.