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Düsseldorf: Die Rentenlücke lässt sich einfach selbst ermitteln

Düsseldorf : Die Rentenlücke lässt sich einfach selbst ermitteln

Wer wissen will, ob das Geld im Alter reicht, kann auf eine einfache Faustregel zurückgreifen: Rund 80 Prozent des letzten Nettoeinkommens reichen im Rentenalter in der Regel aus. Ein Beispiel: Wer monatlich rund 1500 Euro netto verdient, braucht im Ruhestand rund 1200 Euro pro Monat, um den Lebensstandard zu halten.

Wie nah man mit der gesetzlichen Rente an diesen Betrag herankommt, verrät ein Blick auf die Rentenauskunft. Angenommen, die Rente liegt der Angabe zufolge voraussichtlich bei rund 1000 Euro, bleibt eine Rentenlücke von 200 Euro pro Monat, die durch eine private Vorsorge ausgeglichen werden sollte. Bei der Ermittlung der Rentenlücke helfen können auch Rentenlückenrechner im Internet.

Wer es noch genauer wissen will, sollte seine Ausgaben zusammenrechnen. Drei Blöcke fallen nach Angaben der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen immer an: Krankenversicherung, Wohn- und Lebenshaltungskosten. Hinzu kommen Ausgaben zum Beispiel für Hobbys. Wer die Ausgaben von seinen Einnahmen abzieht, erkennt, ob das Geld im Ruhestand reicht. Ratsam ist es, einen Puffer einzuplanen.

Wichtig: Je nach Renteneintrittsalter und aktuellem Grundfreibetrag muss man einen Teil der gesetzlichen Rente versteuern. Wer im Jahr 2005 in den Ruhestand gegangen ist, hat einen Rentenfreibetrag von 50 Prozent. Wer hingegen 2016 Rentner geworden ist, kann nur noch 28 Prozent seiner Rente steuerfrei beziehen.

(dpa)