Der Scheck - wo er noch zu finden ist und wie man in einlöst

Bargeldlos : Der Scheck: Wo er noch zu finden ist und wie man in einlöst

Kennen Sie noch Schecks? Im Ausland erfreuen sie sich noch großer Beliebtheit, kommen zum Beispiel in Frankreich oder den USA noch zum Einsatz.

Nach Einführung der Girokarten haben sie in Deutschland allerdings weitgehend ausgedient. Doch Schecks werden auch heute noch vereinzelt von Unternehmen als bargeldloses Zahlungsmittel eingesetzt und von Banken akzeptiert. Wer das erste Mal einen Scheck ausgehändigt bekommt, wird sich allerdings fragen, was er nun damit tun muss.

Eine kurze Geschichte des Schecks

Schecks bzw. deren Vorläufer, durch die der Aussteller seine Bank ermächtigt, eine Zahlung an den Begünstigten zu tätigen, gibt es schon seit der Antike. Ende der 1960er-Jahre wurde der Euroscheck erstmals als grenzübergreifend gültiges, bargeldloses Zahlungsmittel eingesetzt. In Europa entfielen damit erstmals umständliches Geldwechseln. Bereits zehn Jahre später wurde allerdings aus der Euroscheck-Karte, die als Identifikationsmittel diente, eine Möglichkeit für Kontoinhaber, Geld abzuheben und mit ihr zu bezahlen.

Anfang der 2000er-Jahre verlor der Euroscheck seine Garantiewirkung und wurde vollständig von der Girokarte abgelöst. Im privaten Gebrauch kommen Schecks in Deutschland selten zum Einsatz, bei Unternehmen ist das jedoch anders. Sie sind eine bequeme Möglichkeit, um beispielsweise Gehälter oder Prämien auszuzahlen.

Was tun, wenn man einen Scheck erhält?

Wer einen Scheck erhalten hat, muss zunächst prüfen, um was für einen Schecktyp es sich handelt. Davon ist abhängig, was beim Einlösen beachtet werden muss. Am gängigsten sind Verrechnungsschecks. Diese werden unter keinen Umständen bar ausgezahlt, sondern dem Girokonto des Empfängers gutgeschrieben. Dadurch, dass der Scheck für eine bestimmte Person ausgestellt ist und die Überweisung nachvollzogen werden kann, wird eine höhere Sicherheit und Transparenz im Zahlungsvorgang gewährleistet.

Um einen Verrechnungsscheck einzulösen und die Summe dem eigenen Girokonto gutschreiben zu lassen, geht man einfach zu seiner Hausbank. Dort genügt es, ein entsprechendes Scheckformular auszufüllen. Bis der Zahlungseingang auf dem Konto vermerkt ist, dauert es einige Tage. Ein Barscheck kann dagegen nur bei der auf dem Scheck genannten Bank gegen Bargeld eingetauscht werden. Die Auszahlung erfolgt außerdem nur an den genannten Empfänger. Durch den Vermerk "nur zur Verrechnung" wird aus einem Barscheck ein Verrechnungsscheck.

Schecks im Ausland

International sind Schecks immer noch häufig im Einsatz. Vor allem in den USA sind sie neben der Kreditkarte das beliebteste Zahlungsmittel. Auswanderer wie Tim Rahmann berichten: Was man hierzulande per Überweisung bezahlen würde, begleichen US-Amerikaner per Scheck, zum Beispiel Miete oder ähnliche Zahlungen.

Einige Banken bieten ihren Kunden sogar an, monatlich Schecks für sie auszustellen und zu versenden - statt eine elektronische Überweisung einzurichten, die automatisch abläuft. Die ersten Schecks sind nach der Kontoeröffnung zwar noch kostenlos. Will man später allerdings seine Bankgeschäftige selbst erledigen, muss man regelmäßig Schecks nachbestellen.

(vo)
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