1. Ratgeber
  2. Geld

Biallos Ratgeber: Das Bankgeschäft unterwegs erledigen

Biallos Ratgeber : Das Bankgeschäft unterwegs erledigen

Mit Smartphones lassen sich auch Bankgeschäfte und Steuererklärung erledigen. Das bietet aber auch Angriffspunkte für einen möglichen Missbrauch.

Smartphones sind Kommunikationszentrale, Fitness-Trainer, Foto-Apparat, Mediathek und Wetterstation. Kein Wunder, dass sich inzwischen auch Bankgeschäfte und Steuererklärung per Smartphone erledigen lassen.Dabei ist zwischen Banking-Apps und mobilen Konten zu unterscheiden. Banking-Apps erlauben es, ein oder mehrere Konten auf dem Smartphone oder Tablet zu verwalten.

Mobile Konten werden online oder per Smartphone eröffnet und sind meist nur über die zugehörige App zu steuern. Diese gehören direkt zu Banken oder Fintechs. Das sind Finanztechnologie-Unternehmen, die das Konto über eine angeschlossene Bank laufen lassen oder über eine eigene Banklizenz verfügen.

Mehrere Konten gleichzeitig verwalten: „Banking-Apps, die gleichzeitig mehrere Konten abbilden, können sehr praktisch sein, um den Überblick über die privaten Finanzen zu behalten“, sagt Kerstin Föller, Kredit-Expertin der Verbraucherzentrale Hamburg. „Aufgrund der inzwischen vorgeschriebenen Zwei-Wege-Identifizierung lassen sich aber manche Bankkonten derzeit nicht über externe Apps verwalten.“

Mehrere Konten gleichzeitig lassen sich mit den Apps Finanzblick, Outbank, Starmoney und Numbrs  steuern. Alle Apps gehören zu unabhängigen Dienstleistern. Es gibt auch von Banken herausgegebene Apps, die Konten von Fremdbanken ebenfalls mit einbeziehen. Dazu gehören die Banking-Apps der Volks- und Raiffeisenbanken, der Sparkassen und der ING.

Sicher statt bequem: Nutzer sollten den Virenschutz aktuell halten und das Smartphone per PIN, Passwort und möglichst auch Fingerabdruck oder Gesichtsscan sperren. Offene WLAN-Netze sind für sensible Bankgeschäfte tabu. Auf Nummer sicher gehen Bankkunden, die Tan-Generatoren und Banking-Apps auf verschiedenen Geräten installieren. Wer sich an die Sicherheitsregeln hält, kann vom Mobile Banking wirklich profitieren.

...und sein Smartphone zum Beispiel per Fingerabdruck sperren. Foto: Henrik Joesef Boerger/dpa-tmn/Henrik Joesef Boerger

Die meisten Banking-Apps bieten die Foto-Überweisung an. Nutzer müssen die Rechnung nur abfotografieren und alle Daten werden automatisch in die Überweisung übertragen. Ebenfalls praktisch: der Geldversand von Handy zu Handy – dafür reicht, die Telefonnummer oder die E-Mail-Adresse des Empfängers zu kennen.

Mobile Gratis-Konten: Da es immer weniger kostenlose Girokonten gibt, können Mobil-Konten eine kostengünstige Lösung sein. N26, Yomo, Fyrst und Moneyou bieten Gratiskonten inklusive Girokarte an. Bei N26 und Moneyou gibt es auch Kredite und Festgeldanlagen über die App. Problematisch können Konten bei Online-Banken für Kunden sein, die Bargeld einzahlen wollen. Hier bildet Fyrst eine Ausnahme, deren Kunden können Geld in Postbank-Filialen und Partnerfilialen einzahlen.

Zusatzleistungen: Moneyou Go bietet eine Verzinsung von 0,05 Prozent im Jahr. Zudem können Kunden in virtuellen Spardosen für verschiedene Zwecke Geld sparen. Nicht möglich sind Lastschriften und Daueraufträge. Die digitalen Konten von Fyrst richten sich an Selbstständige und Gründer. In der Bezahlversion „Fyrst Complete“ ist ein Auftragsmanagement integriert, das Zahlungseingänge überwacht und das Mahnwesen vereinfacht. Für Dienstleistungen wie Projektmanagement, Buchhaltung, Versicherung, Websitegestaltung und Telekommunikationslösungen gibt es Rabatte.

Hier finden Abonnenten unserer Zeitung die ausführliche Langfassung des Biallo-Ratgebers.