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Berlin: Darlehen an die eigene Firma: Welcher Steuersatz gilt?

Berlin : Darlehen an die eigene Firma: Welcher Steuersatz gilt?

Gewährt ein Gesellschafter seiner Firma - an der er zu mindestens zehn Prozent beteiligt ist - ein Darlehen, können die dafür gezahlten Zinsen nicht mit der Abgeltungsteuer versteuert werden.

Dieser Ansicht ist der Bundesfinanzhof. Gegen diese Entscheidung hat ein Unternehmer Beschwerde beim Bundesverfassungsgericht eingelegt.

In dem Fall gab der Gesellschafter-Geschäftsführer seiner Firma ein Darlehen. Die GmbH zahlte das Darlehen nebst den marktüblichen Zinsen an den Geschäftsführer zurück. Ob die gezahlten Zinsen beim Geschäftsführer der Abgeltungsteuer unterliegen oder mit dem persönlichen Steuersatz zu versteuern sind, ist umstritten. Der Bundesfinanzhof entschied, dass die günstigere Abgeltungsteuer in diesen Fällen nicht anwendbar ist (Az.: VIII R 23/13).

Gegen die ablehnende Entscheidung des Bundesfinanzhofs hat der Geschäftsführer Verfassungsbeschwerde eingelegt (Az.: 2 BvR 2325/14). Betroffene Steuerzahler können sich auf das Verfahren berufen und gegen ihren Steuerbescheid Einspruch einlegen, wenn das Finanzamt die von der Gesellschaft gezahlten Zinsen mit dem höheren persönlichen Steuersatz besteuert.

Hinweis: Anders entschied der Bundesfinanzhof bei Darlehen zwischen Familienangehörigen oder bei einem Darlehen, das die Ehefrau an die Firma ihres Mannes gab. In diesen Fällen gilt für die Zinsen die günstigere Abgeltungsteuer (Az.: VIII R 9/13 und VIII R 35/13).

(dpa)