Aachen: Biallos Ratgeber: Hausrat- und Wohngebäudeversicherung unverzichtbar

Aachen: Biallos Ratgeber: Hausrat- und Wohngebäudeversicherung unverzichtbar

Tief "Ela" richtet derzeit großen Schaden an. Etliche Regionen Deutschlands leiden unter den fatalen Folgen von Blitz und Donner. Für den finanziellen Schaden kommen spezielle Policen auf.

Zuletzt trieb Orkan Xaver im Dezember 2013 sein Unwesen. Derzeit verwüstet Tief "Ela" Haus und Hof. Allein in Nordrhein-Westfalen wird der finanzielle Schaden von Versicherern bereits auf 100 Millionen Euro geschätzt. Starkregen, Überschwemmungen, umgekippte Bäume und fliegende Dachziegeln - entsprechende Policen, wie eine Hausrat- oder Gebäudeversicherung, ist für Verbraucher unverzichtbar. Wir haben für Sie die Wichtigsten zusammengefasst:

Die Wohngebäudeversicherung

Wird zum Beispiel das Dach durch einen Sturm abgedeckt, bricht Feuer aus oder beschädigt Leitungswasser das Gebäude, kommt für den Schaden die Wohngebäudeversicherung auf. Doch die Versicherer zahlen nicht bedingungslos: Die Police kommt erst ab Windstärke acht zum tragen. Das bedeutet Windgeschwindigkeiten von 63 Stundenkilometern.

Enthält die Police eine gleitende Neuwertversicherung, kommt der Versicherer auch für den Wiederaufbau des Gebäudes auf. Daneben sollte der Versicherungsschutz die Kosten für das Aufräumen übernehmen, genauso wie für einen auslaufenden Öltank, der das Grundwasser verseucht. Schäden durch beispielsweise eindringenden Regen sind in der herkömmlichen Wohngebäudeversicherung nicht abgedeckt. Wer diesen Schutz wünscht, benötigt wiederum zusätzlich eine Elementarversicherung.

Photovoltaikanlagen

Eine Photovoltaik-Anlage wird baulich als Gebäudebestandteil angesehen. Deshalb ist sie in der Wohngebäudeversicherung inbegriffen, allerdings muss sie der Versicherungsgesellschaft schriftlich angezeigt worden sein. Im Leistungsfall wird selbst der Ertragsausfall erstattet.

Spezialfall Rohbau

Ist ein Haus noch nicht fertiggestellt, befindet sich also im Rohbau, ist es besonders sturmgefährdet. Mauern, Gerüste oder das gesamte Material auf der Baustelle kann in Mitleidenschaft gezogen werden. Da das Haus aber noch nicht existiert, benötigen Bauherren in dieser heißen Phase zwar keine Wohngebäudeversicherung, aber eine spezielle Bauleistungsversicherung.

Elementarversicherung

Die Wohngebäudeversicherung kann um eine Elementarversicherung erweitert werden. Dann werden zum Beispiel Schäden durch Naturereignisse wie Hochwasser, Starkregen, große Schneelasten oder sogar Erdbeben bezahlt. Laut dem Gesamtverbands der Versicherungen (GDV) mit Sitz in Berlin sind bislang aber nur 32 Prozent der deutschen Haushalte mit diesem doch sehr wichtigen Zusatzschutz ausgestattet.

Hausratversicherung

Ein Baum fällt auf das Dach oder Regen dringt ins Haus und beschädigt die Einrichtung, dann ist die Hausratversicherung für den Schadensersatz die relevante Police. Sie ersetzt die Kosten für die Wiederbeschaffung. Dazu gehören zum Beispiel Kosten für beschädigte Sonnenmarkisen, Toaster oder Satellitenschüsseln -; und zwar zum Neuwert.

Wertsachen wie Bargeld, Schmuck oder Gemälde werden hingegen meist nicht vollständig, sondern nur zum Teil, also zum Beispiel mit 20 Prozent der Versicherungssumme, ersetzt. Wer also teure Gegenstände hat, sollte diese bei der Versicherung angeben und eine Spezialpolice abschließen.

Was tun im Schadensfall?

Geschädigte sollten nicht gleich aufräumen! Besser ist es abzuwaren, bis ein Experte der Versicherung den Schaden begutachtet hat. Kaputte Fenster dürfen allerdings schon abgedichtet werden, da man zur Schadensbegrenzung verpflichtet ist. Geschädigte sollten zudem zum Fotoapparat greifen und alles für die Assekurranz dokumentieren.

Baugeld-Vergleich: Verschaffen Sie sich einen Überblick über die aktuellen Baugeldkonditionen überregionaler und regionaler Anbieter.

Mehr von Aachener Zeitung