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Aachen: Biallos Ratgeber: Geld sparen bei der Kfz-Versicherung

Aachen : Biallos Ratgeber: Geld sparen bei der Kfz-Versicherung

Jetzt ist die Gelegenheit, um als Autobesitzer kräftig Kosten zu sparen — mit einer neuen Kfz-Versicherung. Wer bis Ende November seine Police eintauscht, kann hunderte Euro im Jahr sparen. Autofahrer haben zwei Möglichkeiten, ihre Beitragslast zu senken.

Entweder sie wechseln in einen günstigeren Tarif bei ihrer derzeitigen Gesellschaft, oder sie suchen einen neuen Anbieter. Altkunden müssen allerdings selbst aktiv werden und sich nach neuen Tarifen erkundigen.

Rabatte: Bei der Suche nach der neuen Police lässt sich viel durch Rabatte sparen. Standardrabatte sind Garagen- oder Wenigfahrernachlass. Manche Gesellschaften bieten aber auch stark verminderte Beitragssätze bei langjähriger Schadensfreiheit, leisten trotz grob fahrlässig herbeigeführtem Unfall Schadensersatz oder erlauben die tägliche Kündigung des Vertrags. Aber: Billig ist nicht immer gut.

Aktualisieren: Sie haben schon Rabatte genutzt? Dann sollten Sie diese regelmäßig auf ihre Aktualität prüfen. Sie können etwa die Kilometerleistung herunterschrauben, wenn Sie gar nicht so viel fahren wie gedacht. Auch ein neuer Garagenstellplatz oder wegfallende Zweitfahrer helfen sparen.

Mengenrabatt: Sparen können Sie auch, wenn Sie neben Ihrer Autoversicherung noch weitere Policen bei der gleichen Gesellschaft haben. Dann gibt es oft „Mengenrabatt“ — auf Nachfrage. In jedem Fall ist es ratsam, Ihre Police zum Vergleich auch nach dem aktuellen Neukunden-Tarif zu kalkulieren.

Fahranfänger: Besonders teuer sind Kfz-Versicherungen für Fahranfänger. Wenn Ihr Sprössling aber im Rahmen des Führerscheins mit 17 am begleiteten Fahren teilnimmt, gibt es Policen, die so etwas anerkennen und den Beitrag nur leicht verteuern. Übrigens: Die jungen Fahrer können oft den Schadenfreiheitsrabatt von einem Verwandten auf den eigenen Vertrag umschreiben. Dazu muss dieser allerdings darauf verzichten. Auf jeden Fall können die Neulinge sich billiger versichern, wenn sie die Gesellschaft ihrer Eltern wählen — zumindest, wenn die einen ordentlichen Schadenfreiheitsrabatt haben. Sie haben mehr als ein Auto im Haushalt? Dann bietet oft die „Zweitwagenregelung“ eine günstigere Police; immer vorausgesetzt, der Erstwagen hat schon einen guten Schadenfreiheitsrabatt.

Schutzverzicht: Der volle Schutz für das eigene Auto ist immer besonders teuer. Aber gleich auf Vollkasko verzichten, um zu sparen? Sie können stattdessen den Selbstbehalt erhöhen. Die Hälfte oder sogar noch mehr Beitrag sparen Sie mit dem Verzicht auf Vollkasko. Schäden aus eigener Schuld oder durch Vandalen sind bei Teilkasko indes nicht abgesichert. Bei alten Autos reicht oft die Haftpflicht.

Richtig kündigen: Die ordentliche Kündigung ist normalerweise zum Ende des Versicherungsjahres möglich, meist der 31. Dezember. Das Kündigungsschreiben muss darum bis 30. November bei der Versicherungsgesellschaft eintreffen — per Fax oder als Einschreiben mit Rückschein. Verlangen Sie immer eine Bestätigung. Übrigens: Nach Beitragserhöhungen, im Schadensfall oder bei Veränderungen der Typen- bzw. Regionalklasse, haben Sie ein Sonderkündigungsrecht von vier Wochen.

Erst abschließen: Die Verbraucherzentrale NRW empfiehlt: „Lassen Sie sich vom bisherigen Versicherer bestätigen, welche Schadensfreiheitsklasse er dem neuen Anbieter melden wird.“ Denn zuweilen übermittelt er eine höhere Einstufung, als in der Beitragsrechnung stand. Und ganz wichtig: Wird der Vorvertrag aufgehoben, bevor der Neuvertrag zu laufen beginnt, kostet das Bußgeld, wenn es auffällt. Und wer dann einen Verkehrsunfall verursacht, haftet mit seinem Privatvermögen für alle Folgen.

Hier finden Abonnenten unserer Zeitung die ausführliche Langfassung des Biallo-Ratgebers