Aachen: Biallos Ratgeber: Der richtige Schutz für Autofahrer

Aachen: Biallos Ratgeber: Der richtige Schutz für Autofahrer

Es ist ein richtiger Kapitalschaden — für den ADAC: Dem größten Autoklub der Welt sind allein im ersten Halbjahr mehr als 320.000 Mitglieder abhanden gekommen. Sie haben wegen der Manipulationen von Tests und Preisen gekündigt.

Doch gegen Unfälle, Pannen oder eine Krankheit auf der Urlaubsreise sollten Normalfahrer sich unbedingt absichern — es müssen ja nicht die „Gelbe Engel“ sein: Auch andere Verkehrsklubs, Versicherer und Autohersteller versprechen umfassende Hilfe; manche sogar gratis.

Wie viel will ich schützen? Möchte ich auch meinen Gebrauchtwagen prüfen lassen? Brauche ich Rechtsberatung? Oder geht es mir nur um die Hilfe bei Panne oder Unfall? Dann „sind die Leistungen der Versicherungen in der Regel die günstigere Alternative“, sagt Peter Grieble, Versicherungsexperte bei der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg. Der ADAC verlange schon für die klassische Mitgliedschaft 49 Euro jährlich — europaweiter Schutz, Fahrzeugrücktransport oder die Übernahme der Fahrtkosten für die Heimreise sind da nicht drin. Das leistet erst die „Plus-Mitgliedschaft“ für mindestens 84 Euro jährlich. Beim ACE kostet ein ähnlicher Schutz 62,80 Euro. Der reine Schutz ohne Klub-Leistungen ist dagegen bei Versicherern je nach Fahrzeug schon ab sechs Euro im Jahr zu haben. Allerdings erstreckt sich der meist nur auf ein Auto — und nicht auf ein Mitglied. Das gilt auch für die Mobilitätsgarantien, die viele Autohersteller ihren Wagen spendieren. Die sichern meist nur die Panne ab. Hat der Kunde einen Unfall, greift die Mobilitätsgarantie vieler Hersteller nicht.

Wer soll geschützt werden? Wer nur ein Auto hat und die, die darin sitzen, absichern will, für den sind die Schutzbriefe der Versicherer hochinteressant. Autoklubs wie ACE, ADAC, AVD oder VCD bieten dagegen auch Schutz unabhängig vom Fahrzeug. Bei der entsprechenden Mitgliedschaft sind auch Partner oder Kinder — und deren eigenes Auto — abgesichert. Ein weiteres Problem der Schutzbriefe: Wer Auto oder Kfz-Versicherer wechselt, der braucht meist auch wieder einen neuen Schutzbrief. Einen Haken haben auch die Gratis-Sicherungen der Hersteller: Die Mobilitätsgarantien sind nur auf erworbene Autos beschränkt; wer nicht alle Services in der Vertragswerkstatt absolviert, verliert den Schutz ganz schnell wieder.

Was leistet der Schutz? Abschleppkosten etwa werden oft nur dann übernommen, wenn der Schadensfall mindestens 50 Kilometer vom Wohnort entfernt eingetreten ist — Klubs sind da kulanter. Bis zu welchen „Höchstsummen die Kosten übernommen werden“, ist für Grieble eine der wichtigsten Fragen.

Auslandspanne — was wird gezahlt? Unfall, Panne oder Krankheit auf der Urlaubsreise mit dem Auto — das kann extrem teuer werden. Wer sich abgesichert hat, der bekommt die Reisekosten für alle Insassen des Fahrzeuges zum Zielort ersetzt, wenn Wagen oder Fahrer schlapp machen und die Insassen mehr als 50 bis 100 Kilometer vom Zuhause entfernt sind. Doch bei manchen Schutzangeboten heißt Heimfahrt Bahn-Fahrkarten zweiter Klasse oder Billig-Flüge. Auch beim Mietwagen sind Kostenhöhe und Dauer der Nutzung unterschiedlich geregelt.

Wann kommt der Helfer — und was kann er? Der Hauptgrund für die Wahl des ADAC ist der legendär gute Ruf seiner „Gelben Engel“. Die Pannenhelfer gelten als sehr gut ausgebildet, integer und schnell. Eine Notrufzentrale, die den Pannenhelfer in 30 Minuten zum Kunden bringt — das verspricht auch Deutschlands größter Kfz-Versicherer Huk-Coburg. Er unterhält zusammen mit anderen Versicherern eine ähnlich große Helfer-Flotte wie der ADAC. Seine Helfer-Flotte der Assistance-Partner bietet auch anderen Schutzbrief- und Mobilitätsgarantie-Inhabern ihre Dienste an.

Hier finden Abonnenten unserer Zeitung die ausführliche Langfassung des Biallo-Ratgebers