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Berlin: Bewerbungskosten mindern Steuerlast: welche Ausgaben zählen

Berlin : Bewerbungskosten mindern Steuerlast: welche Ausgaben zählen

Ausgaben für Bewerbungen mindern die Steuerlast. Denn sie können als Werbungskosten in der Einkommensteuererklärung geltend gemacht werden, erklärt die Bundessteuerberaterkammer in Berlin. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um Arbeitnehmer, Hausfrauen, Selbstständige oder Arbeitslose handelt. Bei Arbeitnehmern wirken sich die Aufwendungen steuerlich nur aus, wenn insgesamt die Werbungskostenpauschale von 1000 Euro überschritten wird.

Geltend gemacht werden können alle Aufwendungen, die notwendig sind, einen neuen Job zu finden. Einige Beispiele: Ausgaben für Bewerbungsfotos, Kopien, Beglaubigungen, gegebenenfalls die Beschaffung von Urkunden, Zeugnissen und Übersetzungen, Präsentationsmappen und Porto.

Auch Fahrtkosten und eventuell notwendige Übernachtungs- und Verpflegungskosten können angegeben werden. Belege für Broschüren oder Bücher, die angeschafft werden, um sich auf ein Vorstellungsgespräch fachlich vorzubereiten, sollten ebenfalls eingereicht werden.

Grundsätzlich gilt: Bewerbungskosten müssen dem Finanzamt nachgewiesen werden. Das geschieht in der Regel durch entsprechende Belege. Sind diese nicht verfügbar, kann gegebenenfalls auch mit Pauschalbeträgen abgerechnet werden. Orientierung gibt ein Urteil des Finanzgerichts Köln.

Das Gericht legte fest, dass bei einer Bewerbung mit Mappe pauschal 8,50 Euro und ohne Mappe 2,50 Euro abgesetzt werden können .

(dpa)