Berlin: Besser Pauschalpreis als Einheitspreis vereinbaren

Berlin: Besser Pauschalpreis als Einheitspreis vereinbaren

Die Rendite einer Investition in Immobilien hängt wesentlich von den Baukosten ab. Bauherren können darauf schon bei der Vertragsgestaltung wesentlich Einfluss nehmen.

Die Baukosten lassen sich am besten in den Griff bekommen, wenn sie Verträge mit den am Bau beteiligten Handwerkern abschließen, die ihnen ausreichende Kostensicherheit gewähren. Das lässt sich am besten durch sogenannte Pauschalpreisvereinbarungen erreichen, erläutert Fachanwalt Peter Sohn von der Arbeitsgemeinschaft für Bau- und Immobilienrecht im Deutschen Anwaltverein (DAV).

Bei Pauschalpreisvereinbarungen wird die komplette, im Vertrag detailliert beschriebene Bauleistung mit einer fixen Summe bezahlt. Einzelne Positionen innerhalb der Bauausführung müssen weder im Vorfeld genau bezeichnet noch nachher einzeln aufgemessen und abgerechnet werden. Damit lassen sich Kostensteigerungen vermeiden, denn etwaige Preissteigerungen bei Material oder Löhnen trägt der Bauunternehmer.

Viel problematischer für den Bauherrn ist dagegen die Vereinbarung von Einheitspreisen. „Gerade private Bauherren neigen dazu und wiegen sich damit in falscher Sicherheit”, sagt der Baurechtsanwalt. Bei Einheitspreisvereinbarungen wird nur der Einheitspreis beispielsweise für einen Quadratmeter Mauerwerk oder Putz einer bestimmten Güte festgelegt. Ändern sich die Baumassen später, vielleicht, weil mehr Wände gemauert werden, als zunächst vorgesehen, steigt natürlich auch der Preis.