Frankfurt/Main: Beim Forward-Darlehen jetzt nichts überstürzen

Frankfurt/Main: Beim Forward-Darlehen jetzt nichts überstürzen

Wer angesichts der historisch niedrigen Baugeldzinsen die Anschlussfinanzierung vorziehen will, sollte jetzt nichts überstürzen.

„Viele haben Angst, dass die Zinsen wieder steigen”, sagt Max Herbst von der unabhängigen Finanzberatung FMH in Frankfurt. Seiner Einschätzung nach sinken die Zinssätze aber möglicherweise noch ein Stück. Daher rät der Experte für den Moment: „Prüfen, Angebote einholen, aber nichts unterschreiben.”

Es sei allerdings sinnvoll, jetzt schon einmal die Unterlagen zusammenzustellen: „Vielleicht muss ich ja bald schnell reagieren.” Aber Kreditnehmer sollten noch nicht unbedingt abschließen. „Lassen Sie ruhig auch mal eine Annahmefrist für ein Angebot verstreichen”, empfiehlt Herbst.

Sogenannte Forward-Darlehen kommen für all jene infrage, deren Zinsbindung in 36 Monaten ausläuft. „Darauf lautet die Masse der Angebote.” Es gebe aber auch solche mit 48 oder gar 60 Monaten Vorlaufzeit.

Herbst rät hier aber zu Vorsicht: „Je länger die Vorlaufzeit, desto höher der Zinsaufschlag.” Die aktuellen Baugeld-Konditionen betragen laut FMH im Schnitt 2,92 Prozent für 5-jährige Zinsbindungen. 3,62 Prozent sind es für 10 Jahre und 4,05 Prozent für 15-jährige Laufzeiten.