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Berlin: Bedarfsfreibetrag vom anderen Elternteil übertragen lassen

Berlin : Bedarfsfreibetrag vom anderen Elternteil übertragen lassen

Eltern steht bei den Steuern nicht nur der Kinderfreibetrag zu, sondern auch der sogenannte Bedarfsfreibetrag. Das ist ein Freibetrag für den Betreuungs- und Erziehungs- oder Ausbildungsbedarf, erklärt der Neue Verband der Lohnsteuerhilfevereine (NVL).

Er beträgt 1320 Euro pro Elternteil. Ist ein minderjähriges Kind nur bei einem Elternteil gemeldet, kann sich dieser den Bedarfsfreibetrag vom anderen Elterteil übertragen lassen. Das kann einen zusätzlichen Steuervorteil bedeuten.

Aber: Der andere Elternteil kann der Übertragung widersprechen. Das ist der Fall, wenn er das Kind regelmäßig betreut. Außerdem scheidet die Übertragung aus, wenn sich der andere Elternteil an den Kosten für die Betreuung des Kinds beteiligt.

Vorsicht ist geboten, wenn gleichzeitig eine Übertragung des Kinderfreibetrags und des Bedarfsfreibetrags erfolgt. Denn so könne der Steuervorteil zunichte gemacht werden. In diesem Fall ist es laut NVL besser, sich nur den Bedarfsfreibetrag übertragen zu lassen und auf die Übertragung des Kinderfreibetrags zu verzichten.

(dpa)