1. Leben
  2. Geld

Berlin: Bauherren sollten fünfjährige Gewährleistungsfrist nutzen

Berlin : Bauherren sollten fünfjährige Gewährleistungsfrist nutzen

Spätestens ein halbes Jahr vor Ablauf der fünfjährigen Gewährleistungsfrist sollten Bauherren einen unabhängigen Bausachverständigen mit der Schlussbegehung ihres Hauses beauftragen.

Nur dann stellen sie sicher, dass die ausführenden Firmen für auftretende Mängel geradestehen müssen, informiert der Verband Privater Bauherren (VPB).

Laut Verband gibt es viele Mängel, die nicht auf Anhieb auffallen. Ein klassischer Fall sei die schlechte Abdichtung des Kellers gegen Feuchtigkeit. Auch Risse im innen liegenden Mauerwerk, in Innenputzen und Fliesenspiegeln tauchten erst im Laufe der Zeit auf, ebenso wie Putzabplatzungen. Auch nicht ausreichendes und falsch verlegtes Gefälle bei Flachdächern sowie fehlende Notüberläufe und Traufbleche bei geneigten Dächern zeigten sich oft erst nach Jahren. Eine schlechte Energiebilanz, die auf fehlerhaft ausgeführter Dämmung beruht, hohe Heizkosten infolge falsch dimensionierter Wärmepumpen oder die schlechte Erwärmung von Räumen mit Fußbodenheizungen würden ebenfalls erst während der Nutzung des Gebäudes offenbar.

Werden solche Mängel nicht innerhalb der Gewährleistungsfrist erkannt und die Beseitigung beim zuständigen Bauunternehmen angemahnt, bleibt der Hausbesitzer auf seinen Schäden sitzen, warnt VPB-Präsident Thomas Penningh. Hausbesitzer sollten unbedingt bedenken, dass die Verjährungsfrist in der Regel auch dann weiterläuft, wenn ein Schaden gemeldet wurde.