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Berlin: Arbeitgeberdarlehen richtig versteuern

Berlin : Arbeitgeberdarlehen richtig versteuern

Vergeben Arbeitgeber zinslose Darlehen an ihre Mitarbeiter, kann das steuerliche Auswirkungen haben. Das gilt auch für besonders günstige Zinsen.

Auf Arbeitgeberdarlehen fällt zwar keine Lohnsteuer an. Ein Zinsvorteil, den der Arbeitnehmer durch ein solches Darlehen erhält, ist aber zu versteuern, erläutert Constanze Grüning vom Bund der Steuerzahler. Entspricht das Darlehen dem, was auch zwischen fremden Dritten vereinbart worden wäre und wurde es zu einem marktüblichen Zinssatz gewährt, ergibt sich kein steuerpflichtiger Zinsvorteil.

Bei kleineren Arbeitgeberdarlehen gilt außerdem eine Freigrenze: Darlehen sind bis zu einem Betrag von 2600 Euro unabhängig von der Höhe des vereinbarten Zinssatzes steuerfrei. Übersteigt das Darlehen diese Freigrenze, muss der Zinsvorteil versteuert werden. Daneben besteht die Möglichkeit, dem Arbeitnehmer einen Vorschuss zu gewähren.

Grundsätzlich ist zu beachten, dass bei jeder Zahlung von Arbeitslohn Lohnsteuer einzubehalten ist. Auch bei einem Vorschuss muss der Arbeitgeber gegebenenfalls Lohnsteuer und Sozialversicherungsbeiträge einbehalten. Möchte er seinen Mitarbeitern in Liquiditätsengpässen helfen, sollte er die steuerlichen Folgen überdenken und prüfen, was die für beide Seiten vorteilhafteste Ausgestaltung ist.

(dpa)