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Berlin: Anleger können gezahlte Abgeltungssteuer zurück bekommen

Berlin : Anleger können gezahlte Abgeltungssteuer zurück bekommen

Immer wieder erhalten Anleger von Banken sogenannte Steuerbescheinigungen. Viele Sparer sind dann überrascht, dass von ihren Zinsen Steuern ans Finanzamt abgeführt wurden. Der Neue Verband der Lohnsteuerhilfevereine erklärt, wie Anleger das Geld über eine Einkommenssteuererklärung zurückholen können. Jede Person hat einen Sparer-Pauschbetrag von 801 Euro.

Das bedeutet, dass Zinseinnahmen bis zu dieser Höhe nicht versteuert werden. Betragen die gesamten Kapitalerträge weniger als 801 Euro, kann einbehaltene Abgeltungsteuer zurückgeholt werden. Das Finanzamt erstattet die Steuer, wenn der Antrag mit der Anlage KAP der Steuererklärung gestellt wird.

Aber auch bei höheren Kapitalerträgen lässt sich oft ein Teil oder die gesamte Abgeltungsteuer vermeiden. Beträgt der persönliche Steuersatz weniger als 25 Prozent, lohnt sich fast immer das Abgeben einer Einkommenssteuererklärung. Steuerpflichtige ab 65 Jahre können durch den Altersentlastungsbetrag sogar bei einem höheren Steuersatz die Steuern auf Zinsen erstattet bekommen. Mit der Steuererklärung sind alle Steuerbescheinigungen einzureichen.

Viele Kreditinstitute senden die Belege automatisch zu. Manche Banken stellen sie jedoch nur auf Anforderung aus oder bescheiden, dass alles in Ordnung sei. In diesen Fällen sollten die Sparer hartnäckig bleiben und auf die Steuerbescheinigung bestehen.