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Hamburg: Altersvorsorge in Niedrigzinsphase: Keine Rendite ohne Risiko

Hamburg : Altersvorsorge in Niedrigzinsphase: Keine Rendite ohne Risiko

Niedrige Zinsen sind für Sparer ärgerlich. Denn Rendite lässt sich so kaum erzielen. Wer sein Geld zum Beispiel auf einem Tagesgeldkonto parkt, bekommt dafür nach Angaben der FMH-Finanzberatung im besten Fall derzeit 1,1 Prozent Zinsen (Stand: 07.05.15).

Und selbst wer 5000 Euro für zwei Jahre in einer Festgeldanlage parkt, kann laut FMH bei dem derzeit besten Anbieter gerade einmal 1,7 Prozent Zinsen pro Jahr bekommen.

Das ist auch ein Problem für die Altersvorsorge. Doch wegen der niedrigen Zinsen darauf verzichten sollten Verbraucher nicht, findet Niels Nauhauser von der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg. Der Grund ist einfach: „Wer im Alter noch Geld zur Verfügung haben will, muss einfach sparen”, sagte der Verbraucherschützer am Donnerstag auf der Internationalen Konferenz zu Finanzdienstleistungen in Hamburg. Denn die staatliche Rente reicht in der Regel nicht aus.

Doch wie lässt sich angesichts der niedrigen Zinsen ein Vermögen aufbauen? „Es gibt eigentlich nur einen einzigen Weg”, sagte der Verbraucherschützer auf der vom Institut für Finanzdienstleistungen (iff) organisierten Konferenz. „Sie müssen die ganze Angebotspalette nutzen.” Neben sicheren, verzinsten Anlageprodukten wie zum Beispiel einem Festgeldkonto sollten Anlger auch riskantere Anlageformen wie Aktienfonds wählen. Denn für Nauhauser ist klar: „Vorsorge ist ohne Rendite und Risiko nicht zu haben.”

Allerdings gibt es auch Hoffnung: „Die Niedrigzinsphase ist unvermeidbar”, erklärte Christian Hecker von der Deutschen Bundesbank auf der Finanzdienstleistungskonferenz. „Sie wird aber auch nicht ewig dauern.” Langfristig könnten sich Anleger wieder auf steigende Zinsen einstellen.

(dpa)