Frankfurt/Main: Aktionäre dürfen sich über Rekorddividenden freuen

Frankfurt/Main : Aktionäre dürfen sich über Rekorddividenden freuen

Deutschlands Aktionäre dürfen sich in diesem Jahr laut einer Studie über eine Rekordsumme an Dividenden freuen. 46,5 Milliarden Euro und damit gut neun Prozent mehr als im Vorjahr werden die großen deutschen Konzerne nach Berechnungen der DZ Bank an ihre Anteilseigner ausschütten.

Diese am Freitag veröffentlichte Zahl bezieht sich auf die 110 Unternehmen, die in Dax, MDax und TecDax notiert sind.

Die Analysten der DZ Bank gehen davon aus, dass allein bei den 30 Unternehmen im Leitindex Dax die Ausschüttungen für das Geschäftsjahr 2017 im Vergleich zum Vorjahr um 12,5 Prozent auf 36,1 Milliarden Euro steigen werden. Damit würden die Konzerne, die überwiegend in der Hand ausländischer Investoren sind, gut 41 Prozent ihrer Gewinne an ihre Anteilseigner auszahlen.

23 der Dax-Konzerne werden nach Einschätzung der Bank eine höhere Dividende als im Vorjahr zahlen, 5 dürften die Ausschüttung stabil halten. Schlecht sieht es für Anleger demnach nur bei den beiden Großbanken im Dax aus: Die Commerzbank hat für 2017 erneut eine Nullrunde angekündigt und stellt erst für 2018 eine Ausschüttung in Aussicht. Bei der Deutschen Bank ist nach dem dritten Verlustjahr in Folge ungewiss, ob es eine Dividende für 2017 geben wird.

Insgesamt jedoch sind die Aussichten für Aktionäre nach Einschätzung der DZ Bank günstig: Die anhaltend gute Konjunktur spreche dafür, dass Unternehmen weiter gute Geschäfte machten. Daher sollten die Ausschüttungen „auch in den kommenden Jahren um jeweils rund zehn Prozent ansteigen”. Gerade angesichts historisch niedriger Sparzinsen gelten Dividenden als lohnendes Zubrot für Anleger.

(dpa)