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Düsseldorf: Zurückhaltung von Schulkind kann Anzeichen für Angststörung sein

Düsseldorf : Zurückhaltung von Schulkind kann Anzeichen für Angststörung sein

Wenn ein Kind in der Schule sehr zurückhaltend ist und im Unterricht kaum etwas sagt, sollten Eltern und Lehrer der Sache auf den Grund gehen. Denn hinter einer ausgeprägten Schüchternheit kann eine Angststörung stecken.

Das erläutert Ingo Spitczok von Brisinski vom Berufsverband für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie in Deutschland (BKJPP) in Düsseldorf. Solche sozialen Ängste führen bei manchen Kindern unter anderem auch zu Zittern, Schwindel, Schwitzen und Übelkeit.

Hinter diesen Reaktionen steht die Sorge, sich vor anderen zu blamieren, ihre Erwartungen nicht zu erfüllen und peinlich zu wirken. Typischerweise sprechen von dieser psychischen Störung betroffene Kinder mit unbekannten Menschen kaum, und wenn, dann leise und undeutlich. Sie scheuen sich dem Verband zufolge auch, andere anzusehen. Sind die Kinder noch recht klein, kann es auch sein, dass sie schreien, weinen oder sich verstecken. Je eher die Störung von einem Facharzt behandelt wird, desto geringer die Gefahr, dass Selbstwertgefühl und Schullaufbahn des Kindes darunter leiden.

(dpa)