Wie kann man bei der Hochzeitsfeier sparen?

Teure Hochzeiten : Wie kann man bei der Hochzeitsfeier sparen?

Die Hochzeit gilt vielen Menschen als schönster Tag im Leben. Doch aus der Romantik ist auch ein echtes Geschäft geworden: Für Location, Kleid, Fotograf und Co. werden schnell mehrere Tausend Euro fällig. Unser Ratgeber gibt Tipps, wie man die Kosten im Blick behält und wo sich Einsparpotenziale auftun lassen.

Gute Planung ist die halbe Miete

Statistiken zufolge geben mehr als ein Viertel der deutschen Paare (28 Prozent) zwischen 5000 und 10.000 Euro für ihre Hochzeit aus, 25 Prozent sogar zwischen 10.000 und 15.000 Euro - eine ordentliche Summe für nur einen Tag! Doch eine Hochzeit muss keineswegs so teuer sein. Die wichtigste Maßnahme, um die Kosten im Rahmen zu halten, ist eine sorgfältige Planung. Wer sich vorab überlegt, wie die Hochzeit werden soll und Prioritäten festlegt, kann die Kosten für die einzelnen Posten besser kalkulieren. Paare, die beispielsweise eine teure Hochzeitsreise unternehmen möchten, heiraten besser nur im kleinen Kreis: Denn laut der in einem Artikel von CleverDirekt genannten Richtwerte entfallen allein auf die Feier gut 50 Prozent des Budgets.

Wo lässt sich konkret sparen?

Damit ist der wichtigste Spartipp schon gegeben: Im kleinen Kreis heiraten! Die Hochzeit verwandelt sich zudem von einem Party-Event zu einer intimen, romantischen Feier, die trotzdem - oder vielleicht gerade deswegen - als schönster Tag im Leben in Erinnerung bleibt. Apropos Erinnerung: Fotografen lassen sich ihre Erinnerungsstücke eine ganze Stange Geld kosten. Wer im Bekanntenkreis fähige (Hobby-)Fotografen kennt, kann dadurch bei einem weiteren Posten erheblich sparen - laut CleverDirekt machen die Kosten für die Hochzeitsfotos bis zu 10 Prozent des Budgets aus.

Weiteres Einsparpotenzial tut sich auch bei anderen Hochzeitsprodukten auf: Wer zum Beispiel Einladungs- und Dankeskarten selbst gestaltet, kann damit im besten Fall einige Hundert Euro sparen. Dieser Artikel empfiehlt zudem, auf die Prinzipien „Leihen“ und „Wiederverwenden“ zu setzen: So gibt es beispielsweise einmal getragene Brautkleider zum Bruchteil des Neupreises. Und der Blumenschmuck aus der Kirche schmückt auch die Festtafel ganz hervorragend.

Ein nicht unerheblicher Kostenfaktor sind auch die Trauringe. Allerdings sollte das Paar bedenken, dass es die Ringe tagtäglich tragen wird. Das rechtfertigt zwar ein hochwertiges Material, allerdings sollten die Ringe auch alltagstauglich sein. Daher sollten sich beide überlegen, ob sie wirklich breite, und damit entsprechend teure Ringe möchten, oder ob nicht aus der gleichen Legierung hergestellte zierliche Ringe die praktischere und günstigere Lösung wären.

Nicht um jeden Preis sparen!

Zum Abschluss noch ein Hinweis: Eine preisgünstige Feier bedeutet keineswegs, dass die Hochzeit dadurch einen "Billig"-Touch bekommt. Auch ein gebrauchtes Brautkleid schmückt die Braut und ein kleines, stilvolles Restaurant an einem See ist vielleicht sogar eine schönere Location als ein Schloss, wo mehrere große Feiern parallel in verschiedenen Sälen "abgearbeitet" werden. Allerdings sollte man bei allen Sparmaßnahmen nicht seine Prioritäten aus den Augen verlieren. Immerhin geht es darum, dass das Brautpaar und die Gäste einen einzigartigen Tag erleben. Fühlen sich Braut und/oder Bräutigam mit einer der günstigeren Varianten nicht wohl, sollten sie besser an anderer Stelle sparen. Wem beispielsweise professionelle Fotos wichtig sind, lässt eventuell den gemieteten Oldtimer weg. Ein Paar, das seine Bedürfnisse kennt und Prioritäten setzt, spart stilvoll und feiert dann tatsächlich den schönsten Tag seines Lebens!

(rd)
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