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Fürth: Wenn Oma und Opa die Nummer eins sind

Fürth : Wenn Oma und Opa die Nummer eins sind

Kaum sind Oma und Opa da, sind die Eltern abgemeldet. Ist ihr Kind dermaßen auf die Großeltern fixiert, sollten Mutter und Vater das als gutes Zeichen werten.

Denn es bedeutet nicht, dass die Eltern auf einmal unwichtig sind. Kleine Kinder wissen sehr wohl, dass die Eltern als Bindungspersonen im Hintergrund da sind. Den Besuch der Großeltern empfinden Mädchen und Jungen als Spaß und Abwechslung. Und Eltern können von der engen Bindung profitieren: „Bei einem vertrauten Verhältnis von Enkel und Großeltern können Eltern diese eher zur eigenen Entlastung einsetzen”, erklärt Hermann Scheuerer-Englisch von der Bundeskonferenz für Erziehungsberatung (bke).

Problematisch wird es, wenn die Eltern spüren, dass die Großeltern mit ihnen um die Gunst des Kindes rivalisieren. Oder wenn Oma und Opa Erziehungsvorstellungen der Eltern vor dem Kind schlechtmachen oder ihm im Beisein der Eltern etwas anderes erlauben. Damit schwächen sie die Eltern in ihrer Rolle gegenüber dem Kind. Bemerken Mutter oder Vater ein solches Verhalten, sollten sie es sofort ansprechen und klären, rät Scheuerer-Englisch.

(dpa)