München: Vorsicht Sonnenbrand: Wie man Babys und Kleinkinder schützt

München: Vorsicht Sonnenbrand: Wie man Babys und Kleinkinder schützt

Kinderhaut ist besonders sonnenempfindlich. Vor allem Babys und Kleinkindern kann die starke UV-Strahlung im Frühjahr und Sommer schon nach kurzer Zeit schaden.

Speziell im ersten und zweiten Lebensjahr sei der natürliche UV-Schutz der Haut noch nicht voll entwickelt, warnt der Münchner Hautarzt Professor Dietrich Abeck vom „Berufsverband Deutscher Dermatologen”.

Die Gefahr von Sonnenbränden sei in dieser Phase etwa zehnmal größer als bei Erwachsenen. Erst im Alter von etwa acht Jahren gleicht sich die schützende Hautstruktur von Kindern laut Abeck dem Erwachsenen-Niveau an. Wer Kinder vor Sonnenbränden bewahre, senke zugleich ihr Hautkrebsrisiko, betont der Hautspezialist. Denn vor allem häufige UV-Schäden der Haut im Kinder- und Jugendalter seien ein bedeutender Risikofaktor.

Kleinkinder benötigen deshalb einen besonderen Schutz vor der Sonne. Die beste Vorsorge sei, die Kleinen während der heißesten Stunden im Sommer erst gar nicht in die Sonne zu lassen, rät der Hautarzt: „Zwischen 11 Uhr und 15.30 Uhr ist die UV-Strahlung am stärksten.” In dieser Zeit bleiben Kinder besser im Haus oder im Schatten.

Auch Kleidung kann vor Verbrennungen der Haut schützen. Im Fachhandel seien zum Beispiel T-Shirts, Hosen oder Mützchen mit UV-Schutz erhältlich, sagt Abeck. Das spezielle Gewebe verhindere, dass die ultravioletten Strahlen bis zur Haut durchdrängen. Qualitativ hochwertige Stücke könne man am TÜV-Siegel erkennen. Allerdings seien die Kleidungsstücke nicht ganz billig, sagt der Hautarzt.

Nahezu unverzichtbar sind derweil Sonnencremes. Für Kinder seien Präparate mit einem physikalischen UV-Filter auf Basis von Mineralien wie Zink- oder Titanoxid empfehlenswert, sagt Abeck. Das verleihe der Haut zwar einen leicht weißlichen Glanz, löse aber nur äußerst selten allergische Reaktionen aus. Im Gegensatz zu chemischen Sonnenschutzmitteln setze die Wirkung zudem sofort nach dem Auftragen ein. Lediglich Kinder mit trockener Haut oder Neurodermitis reagierten auf die mineralischen Mittel manchmal mit Rötungen oder Juckreiz.

Für Kinder sollte ein Lichtschutzfaktor zwischen 25 und 30 gewählt werden, rät Abeck: „Das reicht in unseren Breiten völlig aus.” Lediglich bei Reisen in südliche Länder könne ein höherer Wert sinnvoll sein. Ganz wichtig beim Eincremen: Besonders empfindliche Stellen wie die Nase, die Ohren und die Lippen dürfen auf keinen Fall vergessen werden.