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Aachen: „Verkehrszähmer-Programm”: i-Dötzchen sollen laufen, nicht fahren

Aachen : „Verkehrszähmer-Programm”: i-Dötzchen sollen laufen, nicht fahren

Taxi Mama ist schneller und bequemer. Aber i-Dötzchen bekommen nur zu Fuß auf dem Schulweg Routine im Abenteuer Straßenverkehr. In Stolberg soll das „Verkehrszähmer-Programm” den Kleinsten helfen, sich sicher durch den Straßenverkehr zu bewegen.

I-Dötzchen in Nordrhein-Westfalen sollten nach Meinung von Fachleuten zu Fuß ins Schulleben starten. Nur wenn Erstklässler zu Fuß zur Schule gingen, könnten sie wichtige Erfahrungen im Straßenverkehr sammeln, stellten Verkehrsclub Deutschland und Deutsches Kinderhilfswerk zum Schulstart in NRW fest. Sie appellieren an die Eltern, die Kinder nicht mit dem Auto vors Schultor zu chauffieren. Verkehrssicherheitsberater der Polizei haben landesweit angehenden Erstklässlern schon in den Kitas spielerisch den Straßenverkehr nähergebracht.

Fast alle Grundschulen in Stolberg bei Aachen führen die Verkehrserziehung mit dem „Verkehrszähmer-Programm” fort, sagt der Berater von der Aachener Polizei, Jürgen Steffens. Das von einer Lehrerin und der Polizei initiierte Programm motiviert Kinder, zu Fuß zu Schule zu gehen und dafür im Klassenverband „Zaubersterne” zu sammeln. So sollen sie lernen, Verkehr wahrzunehmen und einzuschätzen.

„Wenn ich dann später mit den Kindern in der 4. Klasse eine Radfahrausbildung mache, dann können die sich im Verkehr bewegen, können einschätzen, wie schnell ist ein Auto, was macht das Auto”, sagt Steffens. Im ersten halben Jahr sollte ein Erwachsener die Erstklässler auf dem sichersten Fußweg zur Schule begleiten.

(dpa)