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Mainz: Verherrlichung von Essstörungen im Internet nimmt zu

Mainz : Verherrlichung von Essstörungen im Internet nimmt zu

Im Internet nimmt die Verherrlichung von Essstörungen zu. Im Jahr 2009 sichtete jugendschutz.net 328 entsprechende Angebote, 2008 waren es erst 250. Auf den beanstandeten Seiten würden Magersucht und Bulimie als erstrebenswerte Ideale dargestellt oder bereits Erkrankte in ihrer Sucht bestärkt.

Seitenbetreiber seien häufig essgestörte Jugendliche, die selbst keine Therapie anstreben. Parolen wie „Dünn sein ist wichtiger als gesund sein” und Bilder sehr dünner Frauen sollen zum Nachahmen und Durchhalten animieren.

Besonders problematisch sei, dass die Mehrheit der Nutzer solcher Angebote noch unter 16 Jahre alt ist, erläutert jugendschutz.net im Bericht „Jugendschutz im Internet”. In diesem Alter seien Persönlichkeit und Körperbild noch nicht gefestigt.

Außerdem zeige sich ein neuer Trend: Die Aktivitäten gegen die sogenannten Pro-Ana-Inhalte (Magersucht) hätten dazu geführt, dass die Inhalte zunehmend über Soziale Netzwerk verbreitet würden. Um nicht so einfach entdeckt zu werden, würden Zweitprofile mit positiven Bezeichnungen wie „Stay Strong” angelegt oder typische Inhalte versteckt.