Trend: Wie geht der Floss Dance und was ist die Bedeutung?

Trend unter Kindern : Wie geht der „Floss Dance“ und was ist die Bedeutung?

Erst gab es den „Dab“, jetzt dominiert der Hype um den „Floss Dance“. Überall sieht man Kinder und Jugendliche diesen rhythmischen Tanz aufführen. Doch wie funktioniert er und was steckt dahinter?

Der „Floss Dance“ (deutsch: Zahnseiden Tanz) benötigt deutlich mehr Koordination als der Cha Cha Slide, der Harlem Shake oder der vorherige Trend unter Kindern und Jugendlichen, dem „Dab“, bei dem lediglich die Arme versetzt über den Kopf gehalten werden. Aus diesem Grund wirkt der Tanz besonders für alle unmöglich, deren Kindheit und Jugend schon einige Tage zurückliegen.

Auch, wenn der Tanz bereits seit vielen Jahren existiert, gilt der amerikanische Russel Horning als Erfinder des Trends. Auf Instagram präsentierte er im Sommer 2016 seinen Followern diese Bewegungen. Fans des Schülers kopierten die Bewegungen und luden ihre eigenen Videos davon ins Netz. Dennoch dauerte es zwei Jahre, bis der Tanz viral wurde und Kinder auf der ganzen Welt ihn nachahmten.

Ein wichtiger Faktor dabei war das Trend-Computerspiel „Fortnite – Battle Royale“, das den Tanz im September 2017 als Siegestänzchen integrierte. So konnten sich die rasanten Vor- und Zurückbewegungen in Millionen von Kinderzimmer verbreiten und reichten über Plattformen wie Instagram, Youtube und Tik Tok hinaus. Auch auf den Fußballplätzen dieser Welt kamen die „Fortnite“-Tänze an.

Der Erfinder des „Floss Dance“ erreichte kurzfristig einen Prominentenstatus. Auf Instagram folgen ihm mehr als zwei Millionen Fans und auch zu Sendungen wie „Saturday Night Live“ (SNL) wurde der als „Rucksackkind“ bekannte Horning eingeladen, um seinen Tanz mit US-Sängerin Katy Perry aufzuführen. Stars weltweit begannen die Bewegungen in Herausforderungen auszuprobieren – mal erfolgreich, mal zur Belustigung der Fans.

Auch deutsche Promis ließen es sich nicht nehmen, an dem Hype teilzunehmen. So präsentierte etwa der Popsänger Lukas Rieger den Tanz bei einem Interview. Und auch Günther Jauch konnte bei „Wer wird Millionär“ von einer Kandidatin zu einem Versuch überredet werden.

Beim „Floss Dance“ ist der wichtigste Tipp, langsam anzufangen. Auch, wenn die Kinder es deutlich schneller beherrschen, gilt die Devise: Jeder Anfang ist schwer!

Und so geht der „Floss Dance“:

  • Die Knie werden leicht gebeugt.
  • Beide Hände zu Fäusten ballen.
  • Die Armen werden entspannt links und rechts vom Körper gehalten.
  • Jetzt kommt Bewegung ins Spiel: Die Arme werden zeitgleich nach links und rechts um den Torso geschwungen. Die Arme gehen dabei vor und hinter den Körper.
  • Die Hüfte kreist währenddessen in die entgegengesetzte Richtung der Arme.
  • Die Geschwindigkeit der Bewegung erhöhen.

Als Beispiel präsentiert diese 70-Jährige, dass nicht nur Kinder und Jugendliche die schnellen Bewegungen beherrschen.

(jas)
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