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Düsseldorf: Tod eines Elternteils ist immer eine schmerzvolle Erfahrung

Düsseldorf : Tod eines Elternteils ist immer eine schmerzvolle Erfahrung

Für Kinder ist der Tod eines Elternteils immer eine schmerzvolle Erfahrung. Dabei spielt grundsätzlich keine Rolle, ob es um Vater oder Mutter geht, sagt Ulla Steger, Psychologin und Psychotherapeutin in Düsseldorf. In der Regel seien es aber immer noch die Mütter, die sich intensiver um die Betreuung der Kinder kümmern.

„Für kleinere Kinder ist der Tod der Mutter deshalb meistens noch schwerer zu bewältigen, weil er noch mehr Verlust von Geborgenheit bedeutet.”

Väter, die ihre Partnerin verloren haben, müssten andererseits oft noch mehr umlernen, weil sie den Alltag mit Kind zum Teil nicht so genau kennen - wenn sie sich bisher vor allem um den Beruf und weniger um die Kinderbetreuung gekümmert haben.

In der Regel bekommen sie von Freunden, Bekannten und Verwandten allerdings eher Unterstützung. „Witwen bekommen deutlich weniger Angebote, etwa für Hilfe im Haushalt”, hat Steger beobachtet.

Noch schwieriger als für Kinder, den Tod eines Elternteils zu verarbeiten, ist nach den Erfahrungen der Psychologin und Psychotherapeutin allerdings der umgekehrte Fall: „Wenn Eltern ein Kind verlieren, das ist das Schlimmste. Und der Trauerprozess ist in der Regel dann am langwierigsten.”

(dpa)