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Tipps fürs Joggen mit Hund

Sport : Tipps fürs Joggen mit Hund

Joggen zählt zu den beliebtesten sportlichen Aktivitäten der Deutschen. Im Jahr 2019 ergab eine Umfrage unter knapp 25.000 Personen und eine entsprechende Hochrechnung auf die gesamte Bevölkerung des Landes, dass mehr als fünf Millionen Deutsche häufig joggen gehen.

Dazu kommen fast 17 Millionen Menschen, die ab und zu Läufe in ihrer Freizeit durchführen. Das tun sie entweder allein oder gemeinsam mit anderen Menschen. Einige Läufer sind auch mit ihrem Hund unterwegs. Das hat den großen Vorteil, dass der tierische Begleiter genug Bewegung bekommt. Noch dazu fühlen sich vor allem Frauen sicherer, wenn sie mit ihrem Hund durch einsame Waldstücke joggen. Um den Vierbeiner jedoch nicht zu überfordern, gilt es, ein paar Dinge zu beachten.

Zunächst einmal sollte der Hund alt genug sein, um auf längere Joggingstecken mitzukommen. Für Welpen könnten fünf Kilometer oder mehr durchaus überfordernd sein. Allerdings ist auch nicht jeder erwachsene Hund dazu in der Lage, längere Strecken zu rennen. Man sollte sich also im Vorfeld darüber informieren, ob die Hunderasse, der das eigene Tier angehört, gerne viel läuft. Alte und kranke Vierbeiner sind hingegen definitiv als Joggingpartner ungeeignet. Wer seinen Hund zum Laufen mitnimmt, der sollte sicherstellen, dass es aufs Wort hört. Ergeben sich nämlich unterwegs Situationen, in denen sich andere Läufer vom Hund bedroht fühlen, muss man das Tier verlässlich zu sich rufen können.

Wie ein Sportler muss sich auch ein Hund erst an das Laufen gewöhnen. Es wäre geradezu fahrlässig, das Tier ohne Vorbereitung auf eine Zehn-Kilometer-Runde mitzunehmen. Vielmehr sollte man erst auf kurzen Distanzen und mit geringen Geschwindigkeiten mit dem Vierbeiner trainieren. Das mag für das fitte Herrchen oder Frauchen unterfordernd sein, hilft dem Hund aber ungemein. Allmählich können dann Umfänge und Tempo gesteigert werden, bis die ersten „richtigen“ Läufe anstehen. Bei denen sollte man jedoch sowohl die Temperatur als auch den Bodenbelag beachten. Wenn die Sonne unbarmherzig brennt, dann belastet das den Hund ebenso wie lange Strecken auf Asphalt. Ideal sind Runden auf Waldboden und mit regelmäßigem Schatten.

Eine wichtige Frage, die sich beim Laufen mit einem Hund stellt, ist die nach der Ausrüstung. Während manche Hundebesitzer ihr Tier konsequent an der Leine führen, lassen es andere zumindest ab und zu frei rennen. Um dies problemlos tun zu können, muss der Hund in der Lage sein, bei Fuß zu laufen und das Tempo seines Herrchens oder Frauchens zu halten. Ablenkungen durch andere Läufer, Hunde oder Wildtiere dürfen ihn nicht aus dem Tritt bringen.

Sollte der Vierbeiner regelmäßig seine Richtung wechseln oder im Wald lieber Hasen nachjagen statt zu joggen, dann ist das alles andere als zweckmäßig. Zudem ist es in manchen Gegenden sogar verboten, seinen Hund frei laufen zu lassen.

Wer sich dafür entscheidet, beim Laufen mit Hund eine Leine zu verwenden, der sollte vom üblichen Halsband absehen. Das könnte nämlich das Tier würgen, wenn es zu einem abrupten Stopp kommt. Viel besser geeignet ist ein Geschirr, das zusätzlich über die Brust des Hundes verläuft. Zudem gibt es Gürtel für Herrchen oder Frauchen, an denen die Leine befestigt wird. Durch hat man beim Laufen freie Hände und uneingeschränkte Bewegungsfreiheit.

(vo)