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Berlin: Studie: „Lebensglück” in Deutschland stagniert seit fast 20 Jahren

Berlin : Studie: „Lebensglück” in Deutschland stagniert seit fast 20 Jahren

Die Lebenszufriedenheit der Deutschen ist einer Studie zufolge seit Beginn der 1990er Jahre nahezu unverändert geblieben. In Westdeutschland sei das „Lebensglück” sogar leicht gesunken, teilte die arbeitgebernahe Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) am Dienstag in Berlin mit.

Im Auftrag der Initiative hat der Wissenschaftler Ulrich van Suntum vom Centrum für angewandte Wirtschaftsforschung Münster ein „Glücks-Bruttoinlandsprodukt” ermittelt. Das „Glücks-BIP” soll die klassischen Wohlstandsmaße wie Einkommen und Vermögen durch weitere, nachweislich glücksrelevante Indikatoren ergänzen. Darunter fielen etwa Arbeitsplatzsicherheit, Einkommensverteilung, Gesundheit und Familienstatus.

Die Jahre 1997 und 2004 hätten relative Tiefpunkte im „Lebensglück” der Deutschen dargestellt, während 2001 die Lebenszufriedenheit einen Höhepunkt erreichte habe. Dieses Muster folge der eigentlichen Konjunktur mit etwa einem Jahr Zeitverzögerung. So habe sich die Wirtschafts- und Finanzkrise bis 2008 noch nicht negativ in der Lebenszufriedenheit bemerkbar gemacht, weil die positive Arbeitsmarktlage nachwirke.

Die Studie basiert nach Angaben der INSM auf Daten des sozioökonomischen Panels, für das jährlich knapp 20.000 Personen vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) zu sozialen und wirtschaftlichen Themenschwerpunkten befragt werden.