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Bielefeld/Köln: Stottern verliert sich oft nach der Pubertät

Bielefeld/Köln : Stottern verliert sich oft nach der Pubertät

Fünf Prozent aller Kinder in Deutschland haben Phasen, in denen sie stottern. Bei drei Viertel dieser Kinder hört das bis zur Pubertät von selbst wieder auf. Knapp doppelt so viele Jungen wie Mädchen stottern zeitweilig. Bei Mädchen legt sich das auch häufiger.

Darum ist später das Verhältnis stotternder Männer und Frauen etwa 4 zu 1. In Deutschland sind nach Angaben der Bundesvereinigung Stottern & Selbsthilfe (BVSS) 800.000 Menschen betroffen.

Nach der Pubertät verliere sich das Stottern nur noch in wenigen Fällen vollständig. Es ist als Behinderung anerkannt. Die Ursachen sind nicht völlig erforscht. Nach Ansicht von Experten entsteht das Stottern durch Fehler bei der Zusammenarbeit von linker und rechter Gehirnhälfte. Dieser Fehler sei wahrscheinlich genetisch bedingt, heißt es bei dem Verband. So haben stotternde Menschen dreimal häufiger Verwandte, die ebenfalls stottern. Vermutlich wird nur eine Veranlagung vererbt, die Nachkommen müssen nicht zwangsläufig stottern.

(dpa)