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So finden Sie den richtigen Familienhund

Welche Rasse passt? : So finden Sie den richtigen Familienhund

Er ist Familienmitglied, Seelentröster, Spielgefährte, Ruhepol: Der Hund gehört für viele Menschen zu ihrem Familienglück einfach dazu. Die Eltern wünschen sich einen tierischen Partner zum Joggen oder Radfahren, die Kinder einen Spielkameraden, der immer da ist.

So oder so: Der ideale Familienhund soll friedlich, verspielt, folgsam, belastbar, ausgeglichen und pflegeleicht sein - und mit der Familie durch dick und dünn gehen. Doch wie findet sich ein solcher Familienhund?

Wie findet sich der richtige Hund?

An erster Stelle gilt es zu ermitteln, welcher Hund am besten zu Lebensstil, Temperament und Tagesablauf der ganzen Familie passt. Achten Sie darauf, dass der Bewegungsbedarf des Hundes mit Ihrem eigenen harmoniert. Möchten Sie den Hund in Ihre vielfältigen Freizeitaktivitäten integrieren oder genießen Sie eher die ruhigen Momente am Wochenende und nach Feierabend? Haben Sie einen großen Garten mit viel Platz zum Toben oder brauchen Sie einen Hund, der sich in einer Wohnung wohlfühlt?

Auch das Alter Ihrer Kinder ist wichtig für die Entscheidung: Sind Ihre Kinder bereits alt genug, um selbst einen Teil der Verantwortung zu tragen - oder sollte der Hund vor allem gut mit Babys und Kleinkindern zurechtkommen? Könnt e es unter den Familienmitgliedern außerdem Tierhaar-Allergiker geben? Lassen Sie frühzeitig einen Test machen!

Apropos Haare: Überlegen Sie, wie viel Zeit Sie in Aspekte wie die Fellpflege investieren möchten. Langes Fell beansprucht besonders viel Aufmerksamkeit und kann sich außerdem auf die Sauberkeit der Wohnung auswirken.

Behalten Sie auch den Kostenfaktor im Blick: Je nach Hundegröße sind durchschnittlich 50 bis 100 Euro monatlich für Futter und Pflege zu kalkulieren - zuzüglich zu den Kosten für Tierarztbesuche, Hundeschule, Versicherungen und Hundesteuer.

Schlussendlich sollte auch der notwendige Respekt vor dem Tier frühzeitig vermittelt werden. Wenn Kinder den Hund nicht beim Schlafen oder Fressen stören und stets respektvoll mit ihm umgehen, kann das harmonische Zusammenleben schnell gelingen. Schließlich braucht auch ein Hund seine Privatsphäre, um ausgeglichen zu bleiben.

Wie wichtig ist die Hunderasse?

Der Hund ist bereits seit Jahrtausenden der beste Freund des Menschen. Seine verschiedenen Rassen wurden allerdings für das Beschützen des Heimes oder für die Jagd gezüchtet. Als reiner Familienhund begleitet er den Menschen erst seit wenigen Jahrzehnten. Einige Rassen wurden daher für diese "menschliche Begleitung" umgezüchtet - ihr genetisches Erbe ist ihnen dabei allerdings erhalten geblieben. Berücksichtigen Sie bei der Wahl Ihres Familienhundes daher auch diejenigen Charaktereigenschaften, die ursprünglich mit der Rasse assoziiert wurden. So sind beispielsweise auch Hunde mit einem ursprünglichen Schutz- oder Wachtrieb - wie der lebhafte Dobermann - heute durchaus als Familienhund geeignet. Voraussetzung ist allerdings eine konsequente Erziehung, bei der alle Familienmitglieder an einem Strang ziehen.

Welpe, Rassehund, Mischling, Tierheim - was ist wichtig beim Kauf?

Welpen machen kleinen Kindern ganz besonders viel Freude - allerdings machen sie in den ersten Monaten auch ganz besonders viel Arbeit. Sie brauchen Aufmerksamkeit, konsequente Erziehung, können nicht lange allein bleiben und müssen auch nachts vor die Tür. Ist der Welpe außerdem ein Mischling, sind Charakter und Erscheinungsbild meist ein Überraschungspaket. Die Erziehung sollte daher ausschließlich in der Verantwortung der Eltern liegen.

Reinrassige Hunde lassen sich oft leichter einschätzen - insbesondere, wenn sie bereits ausgewachsen sind: Bei gemeinsamen Spaziergängen können Sie den Hund in Ruhe kennenlernen und einschätzen, wie er mit Kindern zurechtkommt, wie er sich gegenüber anderen Hunden verhält und wie er auf Stresssituationen reagiert. Diese Gelegenheit sollten Sie insbesondere bei einem Hund aus dem Tierheim oder ähnlichen Institutionen wahrnehmen: Viele Tierheimhunde kommen bereits aus Familien, verhalten sich kinderlieb und freuen sich über eine zweite Chance. Lernen Sie den Hund also mit der gesamten Familie kennen und lassen Sie sich Empfehlungen von den MitarbeiterInnen geben.

Ob Welpe, Mischling oder Rassehund, ob vom Züchter oder aus dem Tierheim: Jeder Hund hat seine eigene Persönlichkeit. Bringen Sie dem neuen Familienmitglied daher Geduld, Liebe und Konsequenz entgegen und geben Sie ihm Zeit, sich in Ihre Familienkonstellation einzufügen. Dann steht auch dem gemeinsamen Familienglück nichts mehr entgegen.

(vo)